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Detlef Schulz dreht an den Uhrzeigern : Der Herr über die Groß Breeser Winterzeit

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Uhr in dieser Kirche muss noch per Hand umgestellt werden.

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Detlef Schulz ist in Groß Breese der Herr über die Winterzeit, oder besser, über die Normalzeit. Diese zeigen die Uhren in Deutschland seit der Nacht zu gestern jetzt wieder für fünf Monate an. Der Chronometer oben im Turm der Groß Beeser Kirche hat kein elektronisch gesteuertes Werk. „Wir machen noch alles per Hand“, sagt Schulz. Und das bedeutete, die Uhr musste um genau die eine Stunde zurück gestellt werden, die die Sommer- von der Normalzeit trennt.

Offiziell fand die Zeitumstellung Sonntagnacht zwischen 2 und 3 Uhr statt. „Dass ich zu der Zeit nicht auf den Turm steige, auch wenn da oben Licht ist, wird jeder verstehen“, sagt Schulz. Und so begann in Groß Breese die Winterzeit eben schon etwas früher, nämlich Samstagabend um 18 Uhr.

Schulz kümmert sich seit dem vergangenen Jahr um die Turmuhr, unterstützt von Küsterin Bärbel Treutler. Er stammt aus Breese und erzählt: „Die Turmuhr muss einmal in der Woche aufgezogen werden. Das mache ich immer dann, wenn ich freitags zur Probe des Posaunenchors nach Groß Breese kommen.“ An die zehn Meter muss er jedes Mal nach oben über eine schmale Treppe und eine steile Stiege steigen, damit die Uhr wieder für sieben Tage die Zeit zählt.

Zum Glück geht der Zeitmesser recht genau. „Ein oder zwei Minute pro Woche verliert die Uhr oder ist sie zu schnell“, erzählt der Breeser. „Über das Gewicht am Pendel kann man das regulieren. Man muss den Weg verlängern oder verkürzen.“ Das sei allerdings gar nicht so einfach. „Man braucht eine Menge Erfahrung, die erwirbt man erst in Laufe von Jahren. Das Schlagwerk ist in das Uhrlaufwerk integriert, muss aber häufiger aufgezogen werden.“

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