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Wittenberge : Der hängende Garten ist verdorrt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bewässerungsanlage ausgefallen, keine automatische Rückmeldung / Hingucker am Stern wird wieder bepflanzt

von
erstellt am 14.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Der hängende Garten am Stern ist verdorrt. Statt im ersten frischen frühlingshaften Grün, zeigt sich der außergewöhnliche Hingucker grau in grau. Mit jedem Tag ist der Bewuchs in der vergangenen Woche mehr vertrocknet.

Der Grund: Den Pflanzen fehlt das sie am lebenserhaltende Wasser. „Es ist extrem ärgerlich. Die gesamte Bewässerungsanlage ist ausgefallen und es ist, obwohl es so vorgesehen ist, keine Rückmeldung über den Defekt erfolgt“, sagt der Leiter des Betriebshofs, Andreas Grieswald. Der städtische Eigenbetrieb ist für den hängenden Garten, der in der Region einzigartig ist, verantwortlich und damit für das Wohl von rund 1300 Pflanzen der verschiedensten Art wie beispielsweise Purpurglöckchen, Frauenmantel, Buchsbaum oder Basken-Storchenschnabel, die der vertikalen Grünlandschaft ihr Gepräge geben. Grieswald erklärt: „Die Bewässerung erfolgt vollautomatisch.“ Abgestimmt auf die Jahreszeiten werden die Wassergaben und auch Düngungen dosiert. So soll sichergestellt werden, dass die Pflanzen in den mit steinartigem Substrat gefüllten Nischen stets genügend versorgt sind. „Wir haben den Ausfall der Technik bei einer zusätzlichen Kontrolle festgestellt“, erklärt Grieswald. „Denn eigentlich müsste so ein Ausfall sofort automatisch gemeldet werden.“ Aber genau das habe in diesem Fall nicht geklappt. Und Grieswald sagt: „Wir ziehen daraus auf jeden Fall die Konsequenz, dass wir trotz aller Überwachungssysteme selbst in noch häufigerren Abständen die Wasserversorgung kontrollieren.“ Das sei aber nur eine der Überlegungen. „Ganz wichtig ist es uns, dass wir den Garten so schnell wie möglich wieder herrichten lassen.“ Die Firma Optigrün, ein Spezialunternehmen für Dach- und Fassadenbegrünung, hat den hängenden Garten 2011 angelegt und in den Jahren darauf auch immer mal wieder betreut. Der Betriebshof hat sich an das Unternehmen gewandt, es war bereits vor Ort. „Wir haben besprochen, wie wir vorgehen müssen“, erklärt Grieswald, „damit wir diesen besonderen Hingucker so schnell wie möglich wieder zum Grünen bringen können.“ Voraussetzung sei natürlich, dass die Bewässerungsanlage wieder einwandfrei funktioniert. Die Reparatur sei eingeleitet.

 

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