Abschied nach 15 Bandjahren : Der Geist von „Fake“ lebt weiter

 

 

Rock im Moor-Gründer gaben zur 15. Jubiläumsveranstaltung vor hunderten begeisterter Fans ihr Abschlusskonzert.

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10. August 2015, 08:00 Uhr

„Damals gab’s nur Hip Hop und Techno und nichts, wo man hätte auf der Bühne stehen können“, erinnerte Christian „Ebi“ Ebert die Hunderten Fans zum Auftakt von Rock im Moor (RiM) in Boberow am Freitagabend. Vier Musiker haben vor 15 Jahren ihre Band „Fake“ gegründet und auch das mittlerweile weit über die Prignitz hinaus bekannte Rockevent aus der Taufe gehoben. „Ebi“, Christian „Schreibi“ Schreiber, Mathias „Schwarzi“ Schwarz und Norman Dieckmann fingen damals mit einer Abendveranstaltung an. Das Gelände an der heutigen Moorscheune, das inzwischen Christian Ebert gehört, stellte der damalige Boberower Bürgermeister Schreiber den jungen Männern zur Verfügung. Was mit einem kleinen Event anfing, ist inzwischen Kult. Bei Rock im Moor geht es seit Jahren von freitags bis sonntags rund.

So auch am vergangenen Wochenende. Die Freunde des Rocks, ob der härteren Gangart wie Metal oder der leichteren wie Punkrock fieberten allerdings dem letzten Auftritt der „Faker“ entgegen, die in den Jahren nach dem Ausscheiden von Norman Dieckmann und auch Christian Schreiber Gitarrist Bernado in ihre Reihen aufnahmen. So standen zum Abschied die vier – Norman Dieckmann war verhindert – noch einmal auf der Bühne. „Wir haben uns gedacht: 15 Jahre Rock im Moor – 15 Jahre ,Fake’, das ist ein schöner Abschluss. Wir haben alle inzwischen andere Projekte“, sagte Christian Schreiber. Auch aufgrund der räumlichen Entfernung, Mathias Schwarz lebt in Neubrandenburg, ist ein Proben nicht mehr möglich. Aber, so „Schreibi“, „der Geist von ,Fake’ wird bei Rock im Moor weiterleben“. Ganz sicher!

„Wir haben Schlüpper ans Gitarrenkabel gebunden, Norman hat seine einzige Gitarre geschrottet. Ich könnte noch so viel mehr erzählen, aber mir ist lieber nach Musik“, gab Schwarzi“ zum Besten, griff in die Gitarrensaiten und los ging’s unter dem Jubel der begeisterten Fans, die sich in frühere Zeiten mit „Der alte Mann“, „Lauf“, „Rudi“ oder dem „Kühlschrank-Song“ versetzt sahen.

Zuvor hatten schon „Halsschlagader“ und die Lokalmatadoren „Show of Freaks“ den Rockfans eingeheizt. „Ohne ,Fake’ würde es Rock im Moor nicht geben und uns auch nicht. Sie haben uns viele Auftritte verschafft“, verkündete lautstark Stefan Schreiber, der die Leidenschaft zur Musik mit seinem Bruder teilt.

Apropos noch mehr erzählen, das tat dann am Sonnabendnachmittag „Ebi“, der zur Jubiläumsveranstaltung nicht nur ein tolles Rockevent, sondern auch Rahmenprogramm auf die Beine stellte.

Nicht nur treue RiM-Fans finden den Weg, auch neue Gesichter sind immer wieder dabei. So an diesem Wochenende Daniel, Basti, Marvin, Tim und Steffen aus der Nähe von Ludwigslust. „Wir haben über Facebook davon erfahren, Freunde, die schon hier waren, haben uns davon erzählt. Wir wollen Spaß haben und Party machen“, so die Schüler unisono. Und damit waren sie am Gelände der Moorscheune genau richtig.

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