Wittenberge : Der erste Tag in der neuen Kita

Das erste Mal Mittagsschlaf in der neuen SOS-Kita im „Würfel“. Noch ist manches provisorisch.
Foto:
Das erste Mal Mittagsschlaf in der neuen SOS-Kita im „Würfel“. Noch ist manches provisorisch.

SOS löst Versprechen ein und öffnet seine neue Einrichtung im „Würfel“

von
03. Januar 2018, 12:00 Uhr

Für Lenny, fünf Jahre alt, war der Kindergartentag am Dienstag schon mittags zu Ende. Seine Mutti Mandy Brambora holte den Kleinen als Mittagskind aus der SOS-Kindertagesstätte im „Würfel“ ab. Für den Fünfjährigen und weitere 30 Steppkes war es am Dienstag der erste Tag in dieser neuen Kita. „Es gefällt uns hier“, sagt die Mutter des Jungen. Sie ist, wie sie sagt, erleichtert, dass es mit der Betreuung ihres Jungen gut weitergeht. Dass Manja als die bekannte und beliebte Erzieherin auch da ist, ist ein weiteres Plus. „Wenn man arbeitet, braucht man unbedingt einen Betreungsplatz“, sagt die Mutti. Dass die Kita noch etwas provisorisch ist, „das kann ich in den nächsten Monaten verschmerzen. Wichtig ist, dass es sie gibt.“

SOS-Kinderdorfverein hat die Kita im „Würfel“ gemeinsam mit der Stadt quasi aus dem Nichts geschaffen, nachdem Familie Mernitz unerwartet und sehr kurzfristig ihre drei Einrichtungen in Wittenberge wegen finanzieller Probleme zum Jahresende schloss. „In drei Wochen eine Betriebserlaubnis für eine neue Einrichtung zu bekommen, so wie es ja hier war, das ist wirklich eine Leistung. Man kann sich bei Stadt und SOS nur bedanken“, sagt Stephan Zabinski. Auch er holt gerade seinen Nachwuchs als Mittagskind ab.

Die anderen Mädchen und Jungen im Kindergartenalter ziehen sich gerade um. Es ist Zeit für den Mittagsschlaf. Die Kinder schieben ihre Schlafmatrazen, Bettdecken, Kopfkissen zurecht. „Es ist hier alles noch etwas ungewohnt. Aber die Kinder kommen damit gut zurecht. Und wir haben hier erst einmal alles, was wir brauchen. Und wenn etwas fehlt, dann sagen wir Bescheid und das Problem wird gelöst“, sagt Kita-Leiterin Manja Osterloh. Ihr, ihren vier Kolleginnen und auch den Eltern ist bewusst, dass die Kinder bis März/ April erst einmal in einer provisorisch hergerichteten Kita betreut werden.

In den kommenden drei Monaten werden Kommune und SOS im „Würfel“ jene Räumlichkeiten baulich und in der Ausstattung so herrichten, dass sich dort die Kita für viele Jahre heimisch fühlt.

Seit dem 1. Januar befindet sich der „Würfel“, der als Gebäude nach wie vor der Stadt gehört, in Trägerschaft des Kinderdorfvereins. Als die Stadtverordneten ihn vor wenigen Wochen an SOS übergaben, war dort ausschließlich die Einrichtung eines Jugendkulturzentrums vorgesehen. „Der Platz in dem Gebäude ist aber ausreichend, um dort beides, Kulturzentrum und Kita, zu etablieren“, ist Dr. Daniel Krause-Pongratz, Chef des Prignitzer SOS-Vereins, überzeugt. „Beide Einrichtungen unter einem Dach, das wird funktionieren und es werden sich Synergieeffekte ergeben“, so Krause-Pongratz.

In der „Würfel“-Kita sind 40 Plätze entstanden. Die Einrichtung ist bis auf einen Platz – die Familie sagte kurzfristig ab – voll ausgelastet. Gestern zum Start kamen 31 Mädchen und Jungen, darunter neun Kinder im Krippenalter.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen