Grüne Woche : Der Botschafter am Herd

Dietmar Dahse will bei der Grünen Woche mit seinem Essen für die Prignitz werben.
Dietmar Dahse will bei der Grünen Woche mit seinem Essen für die Prignitz werben.

Dietmar Dahse vom „Kuhstall“ in Glövzin nutzt den Messeauftritt, um für die Prignitz zu werben

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23. Januar 2016, 11:30 Uhr

Auch in diesem Jahr präsentiert sich die Prignitz auf der Internationalen Grünen Woche. Zehn Köche folgen der Einladung des Tourismusverbandes, um mit ihren kulinarischen Ideen für den Landkreis zu werben. Der „Prignitzer“ stellt die Kochprofis und ihre Kreationen vor. Am Sonntag kocht Dietmar Dahse vom Gasthaus „Der Kuhstall“ in Glövzin.

„Ich bin ein großer Fan regionaler Küche“, betont Koch Dietmar Dahse (57) vom gleichnamigen Erbhof mit Restaurant „Der Kuhstall“ in Glövzin. Deshalb passe er perfekt zur Grünen Woche. Natürlich unterstreicht auch sein Menü, das den Abschluss des Prignitzer Messeauftritts bildet, diesen Satz. Der passionierte Küchenchef serviert zum einen Knieperkohl mit Kohlwurst (Lungenwurst). „Denn das Gemüse ist ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Region“, so Dahse. Zum anderen zeigt er, was seine Küche noch zu bieten hat: Lammrückenfilets mit getrüffelten Blaubeeren sowie gepökelte Gänsebrust mit in Honig glasierten Kartoffeln.

Etwa 300 Probierportionen plant Dietmar Dahse ein. „Die verkaufe ich ja nicht, sondern verschenke sie. Das Essen dient quasi als Transportmittel für meine Informationen über die Prignitz. Ich verstehe mich als eine Art Botschafter in eigener Sache, aber auch für unsere Region“, erklärt Dahse. Dass die Menschen diese mittlerweile mit dem Knieper in Verbindung bringen, sei ein Beweis für die gute Arbeit, die auf der Messe geleistet würde. „Obwohl mich vor einigen Jahren eine Kubanerin überrascht hat. Sie sprach mich auf der Grünen Woche an und meinte, dass es bei ihr zu Hause ein Gericht gebe, das genauso schmeckt wie unser Knieper. Irgendwann muss ich das nochmal überprüfen“, meint Dahse lachend.

Der 57-Jährige ist leidenschaftlicher Koch, hat 1978 seine Ausbildung in Warnemünde gemacht. „Ich habe mich nie für Technik interessiert, sondern lieber mit meiner Mutter in der Küche gestanden. Dort ist es im Winter ja auch schön warm“, erklärt Dahse. Das Schöne an seinem Beruf sei, dass er jeden Tag mit Menschen zu tun hat.

Seit 35 Jahren gibt es den Betrieb in Glövzin, zu dem auch ein Hotel mit 45 Betten sowie ein Biergarten und eine Kegelbahn gehören, nun schon. Dietmar Dahse weiß, dass der Erbhof ohne seine Familie nicht laufen würde. „Ich habe das Unternehmen mit meinem Bruder Dagobert gemeinsam gegründet. Er ist mit seiner Frau für den gesamten Service verantwortlich. Meine Frau und ich haben in der Küche das Sagen“, schildert Dahse.

Zwar gebe es auch mal Reibereien. „Aber es bleibt immer konstruktiv und wird nie persönlich.“ Neue Ideen und Konzepte würden stets in der Familie besprochen. Alleingänge gebe es nicht.

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