Der A 14-Bau lockt ersten Investor an

Kleiner Erfolg in Karstädt: Betonbauer pachtet sich ins neue Gewerbegebiet ein

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05. Dezember 2014, 16:28 Uhr

Seit über einem Jahr ist die Erweiterung des Gewerbegebietes Karstädt an der B5 fertiggestellt. Bislang aber tat sich da überhaupt nichts. Das ändert sich im nächsten Jahr. „Von Januar bis August hat sich der Betondeckenbauer Heilit +Woerner ’reingepachtet“, berichtete Bauamtsleiter Christian Gadow dem Wirtschaftsausschuss. „Es ist ein kleiner Erfolg. Wir brauchen aber Geduld“, so Bürgermeister Udo Staeck. Ein potenzieller Investor sprang ab, da ihm der Weiterbau der A 14 in Richtung Wittenberge und Magdeburg zu lange dauert. „Wichtig ist, dass wir überhaupt die Fläche haben. Auf lange Sicht wird der Standort an der Autobahn ein Erfolg“, ist sich Staeck sicher. Knackpunkt bleibe derzeit der Weiterbau über Wittenberge nach Magdeburg.

Die Heilit + Woerner Bau GmbH hat den Auftrag, im nächsten Jahr den Betonboden für das 11,5 Kilometer lange Teilstück der A14 im Bereich Karstädt anzufertigen. Und dazu wird das Unternehmen im neuen Teil des Gewerbegebietes auf einer etwa zwei Hektar großen Fläche ein mobiles Betonmischwerk errichten. Es ist vorgesehen, dass für die Standfestigkeit der Betondeckenbauer den Untergrund verdichtet. Im März soll dann die Anlage aufgebaut werden, wie Gadow erklärte. Wenn die Autobahnarbeiten für die Firma abgeschlossen sind und der Pachtvertrag ausläuft, müsse man sehen, ob Heilit + Woerner die Verdichtung wieder zurückbaut, oder es gleich so bleibt.


Werbung mit neuem Flyer


Ansonsten bewegt sich nicht viel im neuen Teil des Gewerbegebietes. So hat jetzt die Gemeinde weiter ihre Werbemaßnahmen vorangetrieben. Vor gut vier Wochen kam ein neuer Flyer heraus. Über die Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz soll er als Werbematerial auch auf den großen Messen wie Hannover Messe und Expo Real in München verteilt werden. „Wir werden sie auch an investitionswillige Firmen verschicken“, berichtete Bauamtsmitarbeiter Wolfgang Fritze.

Im Wirtschaftsausschuss kam von Unternehmer Karsten Kobs, der als sachkundiger Bürger dort mitwirkt, noch eine Anregung. „Wir müssen auch direkt an der B5, am Gewerbegebiet, Werbung machen. Im Moment fahren vielleicht noch Investoren aufgrund der Autobahnbaustelle langsam auf der B5 daran vorbei. Wenn die Autobahn fertig ist, sind sie schnell weg. Wir könnten uns doch irgendetwas Schickes, dass ins Auge sticht, einfallen lassen“, sagte Kobs.

So schwierig sich die Ansiedlung derzeit für die Erweiterung des Gewerbegebiets gestaltet, so positiv ist die Entwicklung im schon besiedelten Teil. „Da geht es weiter voran. Stadur und Convecs erweitern. Die neuen Produktionshallen stehen schon im Rohbau“ , berichtete Staeck dem Wirtschaftsausschuss. „In dem Gewerbegebiet ist nur noch in der Mitte ein kleines Stück frei.“ Der Bürgermeister betonte, dass auch kleine Betriebe willkommen seien.


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