Perlebergs Schätze in Buchband : Denkmale der Stadt werden erfasst

Perlebergs bekanntestes Denkmal: Der Roland.
Perlebergs bekanntestes Denkmal: Der Roland.

Landesamt für Denkmalpflege erarbeitet entsprechende Topografie

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09. Juni 2016, 05:00 Uhr

An die 160 eingetragene Denkmale haben Perleberg und seine Ortsteile. Und es werden in den nächsten zwei bis drei Jahren noch mehr werden, ist sich Dr. Matthias Metzler, Referatsleiter Inventarisierung beim Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege, sicher. Und er in Persona wird dafür auch sorgen. Sämtliche Denkmale vom umgangssprachlichen Flächendenkmal, denn die Perleberger Altstadt wird wissenschaftlich exakt als Denkmalbereich gewertet, über Einzeldenkmale bis hin zu Naturdenkmalen wird er, unterstützt von externen Mitarbeitern und vor allem den Perlebergern selbst, wie er hofft, zuerst einmal sichten. Der Unterstützung der Verwaltung könne er sich dabei schon sicher sein, so die Reaktion im Stadtentwicklungsausschuss, wo er am Dienstagabend das Projekt vorstellte. Seine Antwort: „So kenne ich die Perleberger und habe auch nichts anderes erwartet.“

Nach der Auswahl folgt die Besichtigung. Nicht alle Objekte finden sich letztlich in der topografischen Darstellung, die in einen dicken Band mündet, wieder. Denn die Denkmale werden im Zusammenhang mit der geografischen Situation und der historischen Entwicklung des Beschreibungsgebiets dargestellt. Und das recht ausführlich in Wort und Bild mit historischer Einordnung und mehr.

Seite für Seite werden Denkmale vorgestellt, erläutert Dr. Metzler. Den Abschluss bildet dann ein entsprechendes Kartenwerk.

Bundesweit sind bereits mehr als 160 solcher Bände in limitierter Auflage erschienen, die man im Buchhandel auch käuflich erwerben kann. Für Brandenburg sind es bis dato zwölf. Einer der noch großen weißen Flecken sei hier der Nordwesten des Landes. Perleberg verfüge über die größte Dichte an Denkmalen mit einem bedeutenden Bestand an Bürgerhäusern – ein wichtiger Grund, warum die Wahl auf diese Stadt fiel. Zudem war es die historische Hauptstadt der Prignitz und seit Beginn des 20. Jahrhunderts gebe es keine derartige Übersicht mehr. „Die ganze Prignitz unter diesem Blickwinkel zu betrachten würde aber den Umfang eines Bandes sprengen“, so der Denkmalpfleger.

Auf die Stadt kommen mit dem Projekt keine Kosten zu, „die trägt das Landesamt, handelt es sich doch auch um eine Landespublikation“. Für die Stadt sei es aber die Chance, auch bundesweit ihren Bestand an Denkmalen bekannt zu machen.  

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