Baukultur : Den Speichern ins Innere gucken

Ortrud Effenberger, Dr. Hermann und Edelgard Schimko auf dem kleinen Denkmalspeicher. Am 13. Septemer geht es dort hinauf.
Ortrud Effenberger, Dr. Hermann und Edelgard Schimko auf dem kleinen Denkmalspeicher. Am 13. Septemer geht es dort hinauf.

Wittenberger Industriekultur prägt in diesem Jahr im Landkreis den Denkmaltag

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23. August 2015, 12:00 Uhr

Mit einer kleinen Sensation warten Kreisbehörde und Stadt zum Tag des Denkmals am 13. September auf: Zwei der drei Hafenspeicher können besichtigt werden. Bis vor rund vier Jahren nutzte die Hafengesellschaft BARO die Denkmalsilos noch für deren eigentliche Zweckbestimmung, nämlich Getreidelagerung und -umschlag. Außer den im Stadthafen Beschäftigten hatte kaum jemand Gelegenheit, das Innenleben der Speicher kennenzulernen.

„Wir wissen, Interesse ist da. Die Leute möchten schon gern wissen, was sich im Innern verbirgt“, sagt Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann.

Die Speicher sind in den letzten Jahren und Monaten nicht zuletzt durch die Debatte um ihren Erhalt, durch die aufwändige Sanierung von desolaten Außenfassaden und vor allem durch den europaweiten Architektenwettbewerb um ihre Nutzung mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.

Der Tag des offenen Denkmals spielt den Wittenbergern mit seinem Motto „Handwerk, Technik, Industrie“ in die Hände. „Bei diesem Thema kommt man an Wittenberge nicht vorbei“, so die beiden Vertreterinnen des Landkreises, Geschäftsbereichsleiterin Edelgard Schimko und Ortrud Effenberger, Sachbereichsleiterin Denkmalschutz. Unter der großen Überschrift „Industriekultur Wittenberge“ können Interessenten am 13. September unter sachkundiger Führung das ehemalige Gelände des Bw auf dem Bahnhofsareal, die Ölmühle, das Nähmaschinenwerk sowie die bereits genannten Speicher 1 und 3 erkunden. Die Geschichte der Industriebauten, Chancen und Probleme ihrer Erhaltung, technische Details sowie Informationen zu ihrer Nutzung und Entwicklung soll es geben.

Um noch einmal auf die Speicher zurück zu kommen: Interessant ist beispielsweise, wie unterschiedlich das Innenleben der Silos ist. Während der kleinste der drei Speicher – errichtet 1910 und in seiner heutigen Form bei einem Umbau 1938/39 entstanden – in einzelne Geschosse unterteilt ist, fehlen diese bei seinen großen Brüdern, Baujahr ab 1935. Ihr Inneres wird fast ausschließlich von riesigen Betonröhren beherrscht.

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