Jobideen : Dem Traumjob auf der Spur

Steve Sprengel (M.) von der Deutschen Bahn sorgte in Perleberg dafür, dass die Azubis von morgen mittels Videobrillen einen realistischen Eindruck von der Arbeitswelt der Bahn erhalten.
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Steve Sprengel (M.) von der Deutschen Bahn sorgte in Perleberg dafür, dass die Azubis von morgen mittels Videobrillen einen realistischen Eindruck von der Arbeitswelt der Bahn erhalten.

„Straße der Berufsideen“ führt künftige Azubis und Unternehmen aus der Region zusammen

svz.de von
12. Juni 2016, 12:00 Uhr

Wie man eine Kuh melkt, selbst Drähte auf einer Platine verlötet oder was man eigentlich als Krankenpfleger macht: All das konnten die Schüler der Friedrich-Gedicke-Oberschule in Perleberg bei der sogenannten „Straße der Berufsideen“ erfahren. Dabei nahmen die etwa 20 Aussteller schon das Ausbildungsjahr 2017 in den Blick.

Steven Sprengel ist Personalrekrutierer bei der Deutschen Bahn für das Land Brandenburg. „Wir haben über 50 Ausbildungsberufe, das weiß kaum jemand“, sagt er. Anstatt nur über Berufe zu reden, konnte man sie mithilfe von Videobrillen nacherlebern, selbst eintauchen zum Beispiel in typische Arbeitssituationen eines Gleisbauers oder Fahrdienstleiters. Das kam besonders bei den Jungs gut an. Von angehenden Azubis oder dualen Studenten erwartet sich die DB laut Sprengel besonders „Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und das Interesse an technischen Berufen.“

Am Stand von Swiss Krono aus Heiligengrabe informierte sich der Neuntklässler Tim Korioth. Wichtig sei ihm besonders die große Auswahl an verschiedenen Berufen, und auch, dass er in der Prignitz etwas finde. „Ich will später vielleicht in den Maschinenbau oder Lagerlogistiker werden“, sagt er. Fabian Reinicke, der die Station der Bundesagentur für Arbeit besuchte, will nach der Oberschule entweder das Abitur machen oder zur Bundeswehr gehen und erhielt fachkundige Beratung.

Ebenfalls dabei war Grit Pluskwig von der Insolvenzhilfe Prignitz. Beim Übergang ins Erwachsenenalter will auch der Umgang mit Verträgen gelernt sein. „Einige Jugendliche wissen schon, was es heißt, Handyschulden zu haben“, erläutert sie. Das Beratungsangebot der Insolvenzhilfe hätten daher schon einige in Anspruch genommen.

Organisiert wird die „Straße der Berufsideen“ von der Wirtschaftsinitiative Westprignitz. Deren Geschäftsstellenleiterin Corina Sixt-Röppnack erklärt das Prinzip: „Wir wollten einen Gegensatz zu den normalen Ausbildungsmessen schaffen und kurz vor den Sommerferien eine Chance bieten, einen Praktikumsplatz oder eine Ferienarbeit zu organisieren. Das Anfassen und praktische Ausprobieren gehört ganz wesentlich dazu.“ Für die Neuntklässler, also die Azubis des nächsten Jahres, würden die Endjahreszeugnisse schon mal eine erste Orientierung geben, wo sie noch an sich arbeiten müssten.

Gute Nachricht: Fast alle diesjährigen Absolventen der Gedicke-Oberschule hätten schon einen Ausbildungsplatz, so Sixt-Röppnack. Damit der Start in den Beruf keine Glückssache wird, erklärte Jenny Porep von den Wirtschaftsjunioren Prignitz beim Bewerbungsmappen-Check, worauf man achten muss, wenn man sich auf seinen Traumjob bewirbt. „Schon der erste Satz im Anschreiben geht oft schief. Und wenn die ganze Form dann nicht stimmt, dann wird es schwer“, so Porep.

Die „Straße der Berufsideen“ schlägt noch ein weiteres Mal ihre Zelte auf. Am 22. Juni ist sie ab 10 Uhr in der Oberschule Glöwen.

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