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Hochwasserschutz : Deichbau in Breese geht voran

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Mit Hochdruck wird an Prignitzer Deichabschnitten gearbeitet. Es geht um Reparaturen nach Schäden des Hochwassers 2013 und um Neubauprojekte.

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2014 | 22:43 Uhr

Mit Hochdruck wird an Prignitzer Deichabschnitten gearbeitet. Es geht um Reparaturen nach Schäden des Hochwassers 2013 und um Neubauprojekte. Auf Nachfrage unserer Zeitung informiert der Landkreis über den Stand der Arbeiten, über Zeitschienen und Verzögerungen.

Neubau in Breese

Nach jahrelangem Stillstand geht es in Breese voran. Der Planfeststellungsbeschluss für den Deichneubau liegt vor,  Klagen sind dem Landkreis nicht bekannt.  Die Ausschreibung erfolgt,   Baubeginn für den Ringdeich soll noch 2014 sein.

Gnevsdorf bis Wittenberge

Die restlichen Baulose im XI. Bauabschnitt der Deichsanierung zwischen Gnevsdorf und Wittenberge werden weiter vorbereitet. Seit Ende Februar 2012 besteht für den gesamten Abschnitt Baurecht. Gegen diesen Beschluss liegen zwei Klagen vor. Derzeit führt das Landesumweltamt Vergleichsverhandlungen mit den Klägern, die eine Klagerücknahme zum Ziel haben. Geplant ist die Sanierung  parallel zu den Baumaßnahmen für den Hochwasserschutz Breese.

Rehwischdeich  in Wittenberge

Trotz einer Verzögerung durch die Bombenentschärfung im Sommer liege dieses Projekt noch im Zeitplan. Fertigstellung und Übergaben bis Jahresende seien gesichert.

Bis zur Belastungsgrenze beansprucht war   der Rehwischdeich vom DB-Werk bis Weisen Waldhaus. Zur Herstellung der Hochwassersicherheit wurden auch hier umfangreiche Reparaturmaßnahmen vorbereitet und durch eine Ordnungsverfügung des Landkreises Prignitz Baurecht hergestellt.

Notdeiche bleiben stehen

Im Bereich des Umspannwerkes der Deutschen Bahn wurde ein 530 Meter langer Damm zum Schutz dieser Anlage geschüttet. Diese Bauten bleiben ebenfalls bis auf weiteres bestehen. Das gleiche trifft für den auf dem Betriebsgelände des Werkes der Deutschen Bahn AG errichteten Damm zu.

Im Bereich der Stadt Wittenberge wurden während des Hochwassers im Juni im Industriegebiet Süd und auf dem Gelände des Veritas-Parks insgesamt 1220 Meter Notdeiche errichtet.

420 Meter dieser Notdeiche können bis zum Bau der planmäßigen Hochwasserschutzanlagen bestehen bleiben. Die Erhaltung dieser Anlagen und deren Pflege ist vertraglich abgesichert.

Schöpfwerk Cumlosen

Das Schöpfwerk Cumlosen hat insbesondere bei Hochwasser eine wichtige Funktion für die Entwässerung im Stadtgebiet von Wittenberge.

Der baulich und technisch schlechte Zustand des Schöpfwerks hat sich  während der zurückliegenden Flut negativ ausgewirkt.     Im nächsten Jahr soll mit der Sanierung begonnen werden.

Sandkrug bis Bälow

An dem Deichabschnitt zwischen Sandkrug und Bälow mit der Kreisstraße auf der Deichkrone wurde während des Hochwassers auf 600 Meter eine landseitige Deichverstärkung  errichtet. Damit ist  Sicherheit bis zur planmäßigen Sanierung dieses Abschnittes gegeben. Baubeginn wird voraussichtlich 2015/2016 sein.

Scharleuk bis Hinzdorf

Dieser Abschnitt steht kurz vor seiner Fertigstellung, die Übergabe erfolgt bis Jahresende. Beim Hochwasser mit seinem Rekordpegel von 7,85 Meter in Wittenberge   wurde   der unsanierte Abschnitt zwischen Scharleuk und Hinzdorf schwer geschädigt. Eigentlich sollte dieser erst 2015 saniert werden. Wegen der beeinträchtigten Standsicherheit wurde die Maßnahme vorgezogen.

Sofortmaßnahmen nach der Flut

• Erledigt ist der fachgerechter Ausbau der Stubben von ca. 20 Bäumen, die während des Hochwassers im Zuge der Gefahrenabwehr in und am Elbedeich gefällt wurden.

• In Planung ist die Reparatur der Schwachstelle in Müggendorf in Höhe Pegelhaus. Hier wird auf 150 Meter eine flachere landseitigen Böschung neu gebaut.

• In Planung ist das Schließen der Lücke  auf dem Gelände der Becker Umweltdienste. Hier wird  eine Hochwasserschutzwand auf 320 Meter gebaut.

• In Planung ist die Schließen der Lücke im Industriegebiet Süd zwischen der bestehenden Hochwasserschutzwand und der Baustoffdeponie durch den Bau einer Hochwasserschutzwand auf 200 Meter.

• In Planung sind Maßnahmen zur Verminderung der starken Durchsickerung des Deiches im Bereich Elbstraße Wittenberge wegen der tief liegenden Berme.

• Die Sandsackdeponien auf den Füllplätzen Bälow und Kuhblank werden bis Jahresende beräumt. Eine Verwendung des Sand-Sack-Gemisches für den Deichbau ist nicht möglich. Der reine Sandberg in Kuhblank bleibt vorerst liegen. Er dient im Ernstfall für den Bau eines Notdeiches.

Diese Arbeiten hatten  sich verzögert

• Die Spundwand an der Elbuferpromenade ist gerammt, die technische Abnahme war kürzlich. Hochwasserschutz besteht, für Spaziergänger wird die Promenade in Kürze frei gegeben.

• Von Zwischendeich bis Garsedow-Karthane wurde auf 1,9 Kilometer Länge der Deich saniert, eine hydraulische Schlitzwand eingebaut. Übergabe war im Frühjahr.

• Im Schöpfwerk Karthane

sind alle neuen Pumpen  eingebaut und funktionstüchtig. Damit ist das Schöpfwerkes für den Hochwassereinsatz gerüstet. Der  Abschluss der Gesamtbaumaßnahme verzögert sich von 2014 bis ins nächste Jahr hinein.

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