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Hochwasser : Dauerregen beschäftigte die Prignitzer Feuerwehren

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Böschung der Autobahn rutscht ab. Autos müssen runter von der Straße. Hochwasser an Stepenitz und Dömnitz.

von
erstellt am 30.Jun.2017 | 11:14 Uhr

Aufgrund der langanhaltenden und teilweise starken Regenfälle mussten Feuerwehren in der Prignitz des öfteren ausrücken. In der Perleberger Kreisverwaltung gab es in der Nacht zu Freitag einen Wassereinbruch im Haus III. Pressesprecher Frank Stubenrauch spricht von großen Wassermengen. „Die Feuerwehr und unser Hausmeisterservice mussten abpumpen.“ Betroffen waren 650 Quadratmeter, etwa 20 Räume. Sie alle seien ausgeräumt worden, die Schadensaufnahme war gestern noch nicht abgeschlossen. „Bodenbelege müssen erneuert werden, die Wände sind feucht“, so die erste Bilanz.

Bei VION, in der Perleberger Heinrich-Heine-Straße, in der Grundschule „Geschwister Scholl“ und im Gewerbegebiet Quitzow, wo Wasser in einem Autohaus stand, waren die Perleberger Wehren im Einsatz, berichtet Beate Mundt. In Karstädt lief gestern Mittag das Regenwassersammelbecken am neuen Netto-Markt über. „Wir konnten verhindern, dass Wasser in den Markt eindringt und haben eineinhalb Stunden abgepumpt“, berichtet der stellvertretende Karstädter Ortswehrführer Norman Mundt.

Aufgrund abgerutschter Böschungsabschnitte an der A14 von Karstädt nach Groß Warnow blieb dem Landesbetrieb Straßenwesen nichts anderes übrig, als dieses Teilstück, das bereits aufgrund von Fahrbahnsanierungen seit Montag in Fahrtrichtung Schwerin gesperrt ist, voll zu sperren. „Erst wenn der Regen aufhört, kann man sich die Schäden ansehen“, sagte Cornelia Mitschka vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg. Für den Betriebsdienst ist laut eines Kooperationsvertrages zwischen beiden Bundesländern die Autobahnmeisterei Fahrbinde aus Mecklenburg-Vorpommern zuständig. Dort konnte unsere Redaktion gestern niemanden erreichen. Aber, so Cornelia Mitschka, die Böschung muss wieder hergestellt und befestigt werden. Vorher werde die Autobahn nicht wieder aufgemacht.

Die Wittenberger Feuerwehr musste mit der Drehleiter ausrücken, um ein verstopftes Fallrohr an der Jahnschule zu säubern, damit das Wasser nicht mehr gegen Fassade und Fenster pladderte. Bereits um 3.30 Uhr rückten die Hinzdorfer aus. Ein Ast war auf die Straße gestürzt.

Die Dömnitz stieg in Pritzwalk Freitagnachmittag weiter. Der Pegel der Alarmstufe zwei war deutlich überschritten. An der Stepenitz galt im Wolfshagen Alarmstufe zwei und in Meyenburg Alarmstufe 1. In Lockstädt und Perleberg blieb der Fluss unter den Alarmpegeln.

 

 

 

 

 

 

 

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