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Mode- und Schlossmuseum feierten Zehnjähriges : Dass Meyenburg in Mode bleibt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mode- und Schlossmuseum feierten zehnjähriges Bestehen mit prominenten Gästen, Sparkasse übergab Förderzusage für Modesammlung

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erstellt am 03.Jul.2016 | 22:00 Uhr

Doppeltes Jubiläum in Meyenburg: Vor zehn Jahren öffneten das Schloss- und das Modemuseum. Und noch etwas haben sie gemein – beide entstanden durch private Initiativen, geboren aus Liebe und Anhänglichkeit an die Heimat, wie Dr. Britta Kaiser-Schuster von der Kulturstiftung der Länder, einen Poeten zitierte. Da ist zum einen das Schlossmuseum, das mehr als ein Heimatmuseum ist, mit dem Nachlass von Willi Runge eine Zeitepoche lebendig werden lässt, und mit der Rohrschen Stube Einblicke in den weit verzweigten Stammbaum des Geschlechts der ehemaligen Schlossherren gibt. Reinhard und Annegret Hahn waren nicht nur die Ideengeber, sondern sie richteten das Museum ein, das vom Freundeskreis Schloss Meyenburg e.V. betrieben wird.

Und da ist die einzigartige Sammlung historischer Mode und Accessoires von Josefine Edle von Krepl. 350 Kleider und Kostüme auf drei Etagen, deren Charme sich niemand entziehen kann, wie es Brandenburgs Kultusministerin Dr. Martina Münch formulierte. Das hier Ausgestellte„ ist mehr als Mode“, es sei Kultur- und Sozialgeschichte, so die Ministerin. Mit dieser brauche Meyenburg den internationalen Vergleich nicht scheuen, führte Staatssekretärin Kathrin Lange an und lieferte den statistischen Beweis. Demnach liege die Museumsdichte in Metropolen wie unter anderem Amsterdam, Berlin, bei 0,1 je Einwohner, in Potsdam bei 0,3 je Einwohner, aber in Meyenburg bei immerhin 0,7 je Einwohner. Mehr als 115 000 Besucher zählten die Schlossmuseen in den zehn Jahren, es gab 72 Sonderausstellungen und 103 anspruchsvolle Veranstaltungen. Dr. Britta Kaiser-Schuster sprach von einem kulturellen kleinen Leuchtturm, der über Meyenburg und Brandenburg hinausleuchtet und den auch die Kulturstiftung der Länder beim Ankauf der weltweit größten und einzigartigen Sammlung historischer Mode und Accessoires unterstützt hat.

Für das Geburtstagsgeschenk am Freitagabend sorgte André Wormstädt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Prignitz. Mit einer großzügigen Unterstützung durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und der Sparkasse Prignitz steht dem Erwerb weiterer historischer Exponate der Sammlung von Josefine Edle von Krepl nichts mehr im Wege, betonte Wormstädt und übergab an Amtsdirektor Matthias Habermann eine entsprechende Förderzusage. Kathrin Lange formulierte den Wunsch, dem sich wohl alle der Gäste aus Kultur, Politik, Wirtschaft und des Trägervereins anschlossen: „Dass Meyenburg weiterhin in Mode bleibt.“  

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