Riesenglobus aus Schrott : Das würde Carl Diercke gefallen

Jost Löber mit dem Grundgerüst, zwei Meter im Durchmesser, und dem in Metall nachgebauten Teil, der Eurasien darstellt. Das Kunstwerk wurde vor Ort, in Kyritz, zu einem Ganzen zusammengefügt.
Jost Löber mit dem Grundgerüst, zwei Meter im Durchmesser, und dem in Metall nachgebauten Teil, der Eurasien darstellt. Das Kunstwerk wurde vor Ort, in Kyritz, zu einem Ganzen zusammengefügt.

Jost Löber erschuf mit Kyritzer Oberschülern einen Globus aus Schrott / Kunstwerk schmückt neu gestalteten Schulvorplatz

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05. Dezember 2014, 12:00 Uhr

Ein wundervolles Kunstwerk, das Jost Löber gemeinsam mit Schülern erschuf, findet in diesen Tagen seinen Standort auf dem neu gestalteten Vorplatz der Carl-Diercke-Oberschule in Kyritz: ein Globus aus Schrott-Teilen, farbig gestaltet. Gewissermaßen eine Weltkugel zum Anfassen.

Zehn Jungen aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 setzten von März bis Juni dieses Jahres das überdimensionale Puzzle aus Schrott-Teilen zusammen, orientierten sich dabei an Darstellungen im Schulatlas. „Ein Geografie-Erlebnis der besonderen Art“, resümiert Jost Löber, der sein Atelier seit vielen Jahren in Horst (bei Wolfshagen) hat.

Die Gemeinschaftsarbeit lief im Rahmen der „Initiative Oberschule), wurde gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Agentur für Arbeit. FÜr die Schüler, so der bildende Künstler, sei diese Art des Schaffens etwas ganz Neues gewesen. Kenntnisse, die sie im Geografieunterricht und in anderen Schulfächern erlernt hatten, fanden Anwendung bei der Vorbereitung: Die Flächen und Erhebungen auf der Kugel, die Löber aus gebogenen Stahlstäben formte, mussten berechnet, Kontinente und größere Inseln korrekt aufgeteilt werden. Auf Schrottplätzen, in Schlossereien und in Autowerkstätten machte sich die Truppe dann auf die Suche nach geeigneten Metallteilen, die in Horst zusammengefügt worden sind. Auch Werkzeugteile, Zahnräder und Teile von Gartengeräten wurden auf diese Weise wiederbelebt. Mit Farben gestaltet wurde letztendlich ein toller Globus daraus – Carl Diercke, von dem der Weithin bekannte Schulatlas stammt, hätte mit Sicherheit seine helle Freude daran. „Die Schule möchte damit auch zeigen: Wir sind weltoffen“, bemerkt Jost Löber. Erfolgreich mit Oberschülern gearbeitet hatte der Horster bereits in Perleberg, wo im vergangenen Schuljahr Metallskulpturen entstanden. Daran hatten sich seinerzeit nicht nur Jungen, sondern sogar auch Mädchen beteiligt. Dem Künstler macht die Arbeit mit den Jugendlichen unendlich Spaß. „Ich könnte mir noch mehr solcher Projekte vorstellen“, verriet er dem „Prignitzer“.


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