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Elbestädter auf Suche : Das Wittenberger Rathaus hat zahlreiche Geschwister

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

„Prignitzer“-Leser fahnden bundesweit und in den Nachbarländern nach Doppelgängern und finden große Ähnlichkeiten.

svz.de von
erstellt am 10.Jan.2014 | 02:00 Uhr

Hat das Wittenberger Rathaus einen Doppelgänger? In seiner Mittwochausgabe ging der „Prignitzer“ auf Antwortensuche – und mit ihm zahlreiche Elbestädter, die sich teils schon seit Jahrzehnten mit der selben Frage beschäftigen. Verblüffend ähnlich sieht der Bau in Hattingen unserem repräsentativen Stadthaus, wie gestern im „Prignitzer“ der Bildervergleich zeigte. Beide Rathäuser sind Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden. Das trifft auch für das Remscheider zu. Unser Leser Herbert Müller kennt jenes Rathaus, „weil meine Frau von dort stammt“. Und er sagt: „Die beiden Rathäuser sehen sich ziemlich ähnlich“, auch wenn der Turm in Remscheid mehr in der Gebäudemitte platziert ist. Eines haben Wittenberge und die Stadt in Nordrhein-Westfalen auf jeden Fall gemeinsam. Die wesentlichen Planungen und Entwürfe stammen aus dem jeweiligen Bauamt. „Die Stadt Remscheid beschäftigte für ihren Rathausbau keinen berühmten Architekten.“ Das Stadtbauamt sei federführend gewesen, sagte gestern Viola Schwanicke aus dem Historischen Zentrum der Stadtverwaltung. In Wittenberge hat Stadtbaurat Friede Everhard Bruns maßgeblich das Aussehen des Baus beeinflusst.

Wer das Rathaus im ehemaligen Allenstein, heute Olstyn in Polen, als Architekt verantwortete, ist schwierig in Erfahrung zu bringen. Fakt ist aber, das sagt Wolfgang Grimme, „dass das Haus dem Wittenberger sehr ähnelt“. „Das habe ich sofort gedacht, als wir in den 70er Jahren vor dem Rathaus standen.“ Grimme erzählt, dass er 1943 in Allenstein geboren wurde. In den 70er Jahren bot sich dem Wittenberger die Gelegenheit, mit einer polnischen Familie, bei denen die Grimmes zu Gast waren, Olstyn zu besuchen. Dort erstand Wolfgang Grimme als Erinnerung auch die Ansichtskarte, die er gern als Beleg für die Ähnlichkeit zur Verfügung stellt.

Von einem Rathaus, „das dem hiesigen wirklich ähnelt“, berichtete gestern auch Elli Riemann dem „Prignitzer“. Als sie die Artikel über die möglichen Doppelgänger las, „fiel mir Šumperk ein“. In der tschechischen Stadt stehe das Gebäude. Sie habe es kennengelernt, weil das Raw früher einen Partnerschaftsbetrieb in dieser Stadt hatte, so die Seniorin. Man besuchte sich gegenseitig. Leider liegt der Redaktion kein für die Veröffentlichung geeignetes Foto aus Šumperk vor.

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