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Stausee verliert Wasser : Das Wasser fällt und fällt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stausee Preddöhl hat aber kein Loch: Wasser verdunstet

von
erstellt am 01.Okt.2014 | 08:00 Uhr

Wenn der See aber nun ein Loch hat..., könnten Spaziergänger und Angler vermuten. „Hat er aber nicht", sagt Bernd Lindow von der zuständigen unteren Wasserbehörde der Prignitzer Kreisverwaltung, deren Leiter er ist.

Gemeint ist der mehr als 50 Hektar große Stausee in Preddöhl. Seit Monaten sind Angler und Badegäste besorgt. Sie beobachten einen regelrechten Wasserschwund und fragen sich, wo das Wasser im See bleibt und warum kein frisches Wasser in den Stausee geleitet wird. Sogar über undichte Stellen in der Staumauer wird spekuliert.

Eines scheint aber sicher zu sein: Der See läuft nicht aus, die Mauer hat auch kein Loch. „Wir haben den Grundablass im vergangenen Jahr repariert und er ist immer noch intakt“, sagt Bernd Lindow und beendet damit sämtliche Spekulationen.

Das Wasser im Preddöhler Stausee sei ganz einfach verdunstet, so Lindow weiter. Verschärfend komme hinzu, dass Anfang des Jahres der Durchlass der Kümmernitz, die den Stausee speist, unter der A 24 erneuert wurde. Dazu wurde das Wasser des kleinen Baches umgeleitet und floss auch in den Wintermonaten nicht in den Stausee.
Normalerweise gibt es einen Umfluss der Kümmernitz um den Stausee. Aber auch der führt im Moment kein Wasser, so dass einfach kein Wasser da sei, das man in den Stausee leiten könne, so Lindow. All das wirke sich auf den Wasserspiegel aus. Er sicherte aber zu, dass in den kommenden Monaten, sofern die Kleine Kümmernitz wieder Wasser führen sollte, der Stausee gefüllt werde.

Bislang habe der Stausee den Wasserverlust aber gut überstanden. Ein Fischsterben ist noch nicht aufgetreten, auch wenn sich der Wasserspiegel im Vergleich zum Normzustand fast um eineinhalb Meter abgesenkt hat.
Viele Niederschläge im Einzugsgebiet des Sees und der Kleinen Kümmernitz wären jetzt das beste Mittel, um den Wasserstand wieder anzuheben, so Bernd Lindow.

Eine weitere Schwierigkeit des Sees sei, dass es keinen Betreiber gebe. So müsse bei Problemen stets der Landkreis bei Gefahr im Verzuge tätig werden. Maßnahmen und Aktionen die dem Steuerzahler Geld kosten, so Lindow.



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