Gestrickte Spenden für die Hauptstadt : Das wärmt von außen und innen

<p>Diese Woche wurde alles nett verpackt und transportfertig gemacht. </p>

Diese Woche wurde alles nett verpackt und transportfertig gemacht.

Seit vielen Jahren stricken Frauen des Awo-Treffs Krumme Straße für Bedürftige in Berlin / Wollspenden jederzeit gern gesehen

svz.de von
18. November 2015, 16:34 Uhr

Sie stricken und stricken, unermüdlich, das ganze Jahr: die Frauen des Awo-Treffs „Miteinander tätig sein“ in der Krummen Straße. Neben dem Spaß am wieder sehr in Mode gekommenen Hobby und der Geselligkeit ist die Triebfeder für die Frauen noch eine ganze andere: „Wir stricken für Obdachlose und Bedürftige. Einmal im Jahr geht das Ganze dann als Spende nach Berlin an die Suppenküche des Franziskanerklosters in Pankow“, berichtet Renate Bahlke, seit vielen Jahren die gute Seele des Awo-Treffs.

Was die Frauen in den zurückliegenden Monaten geschafft haben, kann sich sehen lassen, nicht nur optisch: 414 Schals, 184 Mützen, 150 Paar Socken, 27 Paar Handschuhe sowie Kleinigkeiten und diverse Babysachen wurden diese Woche in Säcke verpackt und transportfertig gemacht. Das klingt viel – hätte aber noch mehr sein können, wenn die Spendensituation eine andere wäre, räumt Renate Bahlke ein. „Die Woll-Spenden sind knapper geworden“, konstatiert sie. Andererseits wächst der Bedarf nach warmen Sachen beim Spendenempfänger in Berlin. „Es werden immer mehr Bedürftige“, so Renate Bahlke. Was an Wolle aus der Bevölkerung gesponsert wurde, haben die 16 Frauen verstrickt, überdies noch aus eigener Tasche Wolle dazugekauft. „Wer uns mit einer Woll-Spende unterstützen möchte, kann das jederzeit tun, nicht nur vor Weihnachten“, wünscht sich Renate Bahlke. Das Garn kann dienstags und donnerstags – da sind hier immer die Töpferfrauen aktiv – direkt im Treff, Krumme Straße 4 (Hofgebäude), abgegeben werden. Auch zu anderen Zeiten kann man es dort hinterlassen. Nachbarn bzw. Mitbewohner hätten ein Auge darauf, so Bahlke.

Die Awo-Frauen wissen übrigens schon lange, dass ihre Sachen die Bedürftigen nicht nur von außen wärmen. „Die Freude über die Spenden aus Perleberg ist dort immer sehr groß, wenn die Sachen zu Weihnachten verteilt werden“, sagt die Perlebergerin. Sicher auch, weil die Stricksachen mit sehr viele Liebe gemacht worden sind.  

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