Laubentsorgung : Das viele Laub ärgert Anwohner

Sie harkt und harkt und harkt, aber das Laub wird gefühlt nicht weniger. Viola Fedrau wünscht sich mehr Unterstützung durch die Gemeinde.
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Sie harkt und harkt und harkt, aber das Laub wird gefühlt nicht weniger. Viola Fedrau wünscht sich mehr Unterstützung durch die Gemeinde.

Gemeinde Plattenburg hat kein Geld für eine Entsorgung / Bürger sind auf Pkw und Anhänger angewiesen

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14. November 2015, 12:00 Uhr

Viola Fedrau aus Kletzke ärgert sich: „Die Gemeinde hat uns vor Jahren zahlreiche Linden vor die Haustüren gepflanzt. Als Ausgleichsmaßnahme für einen Straßenbau. Man weigert sich bei der Gemeinde, die Kronen der Bäume zu beschneiden und erklärt nun auch noch, dass wir das Laub der Bäume entsorgen sollen, obwohl wir die Linden hier gar nicht haben wollten“, ärgert sich Viola Fedrau.

Alle Jahre wieder kommt mit dem Herbst das Thema der Laubentsorgung in der Gemeinde Plattenburg auf die Tagesordnung, bestätigt Detlef Brenning von der Plattenburger Gemeindeverwaltung. Das Problem sind wie so häufig die Kosten.

„Wenn wir den Bürgern Bigbags für das Laub zur Verfügung stellen, müssen wir das nicht nur in Kletzke machen, sondern in allen 23 Ortsteilen. Das würde Kosten von etwa 10  000 Euro pro Jahr verursachen“, rechnet Brenning vor. Auch wenn man Container aufstellen würde, käme man auf eine ähnliche Summe, die sogar noch 1000 Euro höher wäre.

Stattdessen habe man mit der Recyclinganlage in Groß Werzin die Vereinbarung getroffen, dass die Bürger der Gemeinde dort kostenlos Laub anliefern können. Das sei ja schön, aber wie solle sie ohne Anhänger das Laub dort hinschaffen und wer bezahlt die Benzinkosten, fragt Viola Fedrau.

Detlef Brenning macht deutlich, dass die Bürger im Rahmen der normalen Straßenreinigung auch für die Beseitigung des Laubs verantwortlich seien.

Vor Jahren hatte sich einmal eine Lösung abgezeichnet. Es gab einen zentralen Lagerplatz, und die Agrargenossenschaft hatte sich bereit erklärt, das Laub im Frühjahr auf ihren Feldern zu verteilen. „Das ging aber schief, weil jemand in den Blätterhaufen Bauschutt abgeladen hatte. Der zerstörte den Streuer der Agrargenossenschaft“, so Brenning. Damit hatte sich die Sache erledigt.

Ändern lasse sich das Prozedere nur, wenn die Gemeindevertreter in den kommenden Haushalt der Gemeinde Plattenburg das Geld für die Laubentsorgung einstellen würden. „Angesichts der angespannten Haushaltslage halte ich das aber für unwahrscheinlich, denn dieses Geld würde dann zum Beispiel bei der Straßenreparatur fehlen“, so Brenning.
So gibt es zu dem Thema also keine neuen Erkenntnisse, außer, dass es wohl alle Jahre wiederkehren wird.
 

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