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Der Prignitzer

12. Dezember 2017 | 13:14 Uhr

Das vergessene Denkmal

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gefallenen Feuerwehrmännern gewidmet, verfällt Skulptur zusehends

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 12:59 Uhr

Es ist eigentlich nicht zu übersehen und doch fällt es nicht sofort ins Auge: Das Denkmal für gefallene Feuerwehrmänner am Wallgebäude. Bei dem derzeitigen Anblick ist es vielleicht auch besser so, denn der Feuerwehrmann macht alles andere als einen „gesunden“ Eindruck. Darauf machte auch der Perleberger Jürgen Freitag aufmerksam bei der Einweihung des Marienplatzes und der Diskussion um das VVN-Denkmal. Es sei ein Denkmal für die Feuerwehrmänner, was liege da näher, wenn diese es auch in ihre Obhut nähmen, so sein Vorschlag.

Allerdings müsste es eben auch dringend restauriert werden, bevor dem Feuerwehrmann die letzten steinernen Gesichtszüge entgleiten, die Stiefel aus Sandstein sich komplett in Wohlgefallen auflösen.

Für den „Prignitzer“ begab sich Stadtarchivarin Sylvia Pieper auf Spurensuche und fand einen Beitrag im Kreisblatt für die Prignitz vom 29. Oktober 1928, in dem über die Weihe des „Heldendenkmals für die gefallenen Feuerwehrmänner“ berichtet wird. Darin erfährt man unter anderem, dass die Weihe in einem Gottesdienst erfolgte, an dem alles von Rang und Namen aus der Stadt teilnahm. Anschließend marschierte die Feuerwehr zum Wallgebäude, wo sich bereits viele Bewohner eingefunden hatten, ist zu lesen. Pfarrer Itzerott verwies in seinen Worten unter anderem darauf, dass sich Männer fanden, „um aus reiner Nächstenliebe Hilfe denen zu bringen, die in Gefahr schweben, von den Elementen vernichtet oder geschädigt zu werden …“. Es solle eine Stätte der Weihe, der Erinnerung sein „unsere Nachkommen aber allzeit zur Nacheiferung anspornen …“.  

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