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Der Prignitzer

24. November 2017 | 19:57 Uhr

Das Reparieren beginnt

vom

svz.de von
erstellt am 18.Jul.2013 | 06:20 Uhr

Wittenberge | Die Stadt beginnt mit Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten an den drei Speichern im alten Stadthafen. Was im einzelnen an den drei Denkmalgebäuden gemacht werden soll, erklärt Bauamtsleiter Martin Hahn. Akute Probleme bereiten seit dem vergangenen Jahr die Speicher 1 und 2, also die beide großen Silogebäude. Teile der an den Betonkörpern verankerten Vorsatzfassade stürzten ab. Die Stadt holte 2012 Fachleute nach Wittenberge, die sich mit derartigen Baukonstruktionen auskennen. Ihr Urteil war nicht ermutigend. Die Fassade muss dringend saniert werden. Das kostet viel Geld. Zwischenzeitlich erwogen Verwaltung und Abgeordneten auch den Abriss der beiden großen Denkmal speicher, zumal deren künftige Nutzung in den Sternen stand. Der "Prignitzer" machte vor genau einem Jahr die Rückbauüberlegungen öffentlich. Zahlreiche Wittenberger konnten sich mit diesen nicht anfreunden. Die Landesdenkmalbehörde signalisierte, dass sie einem Abbruch nicht zustimmen würde, will aber Fördergeld für notwendige Sanierungen am Speicher 1 zur Verfügung stellen. "Ein Zuwendungsbescheid traf im Rathaus noch nicht ein, aber die Signale aus Potsdam sind positiv", informierte der Bauamtsleiter jetzt die Stadtverordneten. Die Stadt wird jetzt die sehr desolate Süd- und Westfassade dieses Speichers herunternehmen. "Wir schaffen damit die Voraussetzung, in diesem Bereich die Promenade und vor allem die Spundwand für den Hochwasserschutz weiter bauen zu können." Die weiterführenden Arbeiten am Speicher 1 werden in Angriff genommen, wenn der Zuwendungsbescheid eingetroffen ist und die Stadtverordneten sich erneut positioniert haben. Sie hatten den Beschluss, die Sanierung in Angriff zu nehmen, unter gewissen Vorbehalten getroffen. Auch am mittleren Speicher, Nummer 2, werden die West- und die Südfassade abgenommen. Mit Mitteln aus der Städtebauförderung ist die Neuaufmauerung vorgesehen. Die Ostseite, an der Teile abgestürzt sind, wird ebenfalls neu aufgemauert mit Material, das einen optischen Bruch weitgehend vermeidet, bzw. nachverankert, erklärt der Bauamtsleiter.

Noch nicht geklärt ist die Frage, wie die Silos künftig genutzt werden können. Anregungen und Ideen erhofft sich die Stadt vom europäischen Architektenwettbewerb Europan.

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