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Geschenk an Wittenberge : Das Rathausbild ist zurück

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Michael Zinner und Ralf Podiebrad machen der Stadt Wittenberge ein Geschenk zum 100. Geburtstag des Rathauses.

svz.de von
erstellt am 16.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Das Gemälde mit dem Abbild des Rathauses hängt seit gestern wieder an seinem repräsentativen Platz. Und der befindet sich seit 56 Jahren an der Stirnseite im großen Sitzungssaal des Gebäudes. 1958 erhielt die Stadt das Bild als Geschenk aus dem Nachlass von Heinrich Mußfeldt. Er gilt als Architekt des Rathauses. Als 30-Jähriger hat Mußfeldt, wahrscheinlich nach Plänen von Stadtbaurat Bruns, das Stadthaus entworfen. Das Gemälde stammt ebenfalls von Mußfeldt.

Vor gut vier Wochen hat das Gemälde jetzt erstmals seit der Schenkung von 1958 das Rathaus verlassen. Es ging zu Glasermeister Michael Zinner. Er hat den historischen Rahmen, der das Bild fasst, aufgearbeitet und gereinigt. Das relativ dünne Originalblatt hat Zinner auf einen säurefreien dickeren Kartonuntergrund kaschiert. „Damit ist es für die nächsten Jahrzehnte gesichert“, sagt gestern der Handwerksmeister. Und noch ein zweiter Handwerksmeister hat sich in den zurückliegenden Wochen um das Gemälde gekümmert: Ralf Podiebrad. Er hat im Auftrag der Stadt das Gemälde digitalisiert. „Wir sind damit in der Lage, farbige Reproduktionen von dem Gemälde anfertigen zu lassen. Wir wollen sie für verschiedenste Zwecke, beispielsweise auch zur Jubiläumsfeier zum 100. Geburtstag unseres Rathauses, verwenden“, so Pressesprecherin Christiane Schomaker. Beide Handwerksmeister betrachten ihre Arbeit als Geschenk für die Kommune. Bürgermeister Dr. Oliver Hermann dankte sehr herzlich für dieses Zeichen der Verbundenheit mit Wittenberge.

Bevor das Gemälde gestern wieder an seinen Platz im Sitzungssaal kam, gingen der Bürgermeister, Podiebrad und Zinner noch auf Entdeckungsreise auf dem Bild. Denn aus der Nähe betrachtet, fallen zahlreiche Details auf, die aus der Ferne so gut wie nicht zu entdecken sind. Und so könnten, wie der Bürgermeister lächelnd meinte, die beiden kleinen Herren mit Zylinder auf dem Bild durchaus den damaligen Stadtbaurat Friede Bruns und den Architekten Mußfeldt darstellen. Bei einem dritten Herren könnte es sich um den damaligen Bürgermeister handeln. Und die beiden zänkischen Frauen am Bildrand? Wer weiß!?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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