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filzschauwerkstatt Lenzen : Das neue Domizil gefällt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ehemaliges Hotel „Deutsches Haus“ füllt sich nach und nach wieder. Der Filzverein Lenzen freut sich über Gästeandrang.

von
erstellt am 17.Jul.2015 | 22:00 Uhr

In einem der stadtbildprägenden Eckgebäude in der historischen Lenzener Altstadt, dem ehemaligen Hotel „Deutsches Haus“ in der Hamburger Straße 48/49 am Markt, pulsiert so langsam wieder das Leben. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten im Innenbereich des um 1750 erbauten und zuletzt lange Jahre leerstehenden Hauses seien „bis auf ein paar Kleinigkeiten so gut wie abgeschlossen“, erklärt Bau- und Ordnungsamtsleiterin Sieglinde Seidel. Derzeit sind die Bauleute emsig bei der Fertigstellung des in drei Bereiche eingeteilte Hofes, der später als öffentliche Freifläche mit einer Brunnenanlage und Freiterrasse für die eingemieteten Institutionen zum Verweilen genutzt werden soll.

Mit offenen Armen und Türen empfängt der Filzverein Lenzen, der im Erdgeschoss seine Räume bereits bezogen hat, die Besucher. „Wir haben viel mehr Publikumsverkehr als in unserer alten Schauwerkstatt am Bahndamm. Sehr viele Tagesgäste, die die Kirche besuchen, schauen auch bei uns vorbei. Erst am Dienstag war eine große Fahrradgruppe hier“, erzählt die erfahrene Kunsthandwerkerin Ute Berthel. Sie ist eines von 28 Mitgliedern des Vereins, das sich in den neuen Räumlichkeiten mit Schauwerkstatt und einem Ladenbereich sichtlich wohlfühlen. Besucher können sich hier über das alte Handwerk des Filzens, den Werdegang von der Rohwolle bis hin zum fertigen Hut oder Schuh informieren. „Wir haben für die kommende Woche schon wieder eine Voranmeldung aus Hamburg. Und auch Kinder und Jugendlichen, die im Schullandheim gastieren, schauen oft vorbei. „Mit ihnen filzen wir dann kleine Bälle, Ringe oder Bänder“, erzählt Ute Berthel.

Zwar habe man längst noch nicht alle Utensilien aus dem alten Domizil herbei schaffen können, doch das soll in Kürze in Angriff genommen werden werden. Auch der benachbarte Regionalladen mit originalem DDR-Konsummobiliar muss noch eingerichtet werden. Diese Räumlichkeit wird dann gemeinsam mit dem bereits geöffneten und für kleinere Veranstaltungen, Lesungen oder einfach nur zum Verweilen gedachten Kulturcafé genutzt.

Eine Etage höher hat die Naturwacht ihre Büros bezogen. Die vier Mitarbeiterinnen waren die ersten, die nach dem räumungsbedingten Auszug aus ihrem angestammten Sitz in der Seestraße die von Grund auf sanierten Räume im „Deutschen Haus“ bezogen hatten.

„Wir sind total zufrieden, haben ja schon länger nach einem zentralen Ort gesucht. Alles ist hier viel moderner, belebter“, erzählt Ricarda Rath. Sie ist froh, jetzt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Auenökologische Zentrum Burg Lenzen, das selbst einige Räumlichkeiten der Etage als Büro, Beratungszimmer und Unterkunft für zukünftige Praktikanten nutzen wird, zu unterhalten. „Viele Führungen starten ja von der Burg aus. Für uns ist das viel einfacher, die Wege sind kürzer.“

Einen Termin für die Übergabe des Komplexes Hamburger Straße 48/49 gibt es offiziell noch nicht. „Ende August“, heißt es dazu aus dem Bauamt.

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