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Der Prignitzer

19. November 2017 | 09:57 Uhr

Kripenspiel : Das nächste Lustspiel kommt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Laienspieler aus der Lenzerwische beginnen nach dem Krippenspiel mit den Proben für das Sommertheater

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2015 | 12:04 Uhr

Im vergangenen Jahr war es ein einsamer Schuster im fernen Russland. In diesem Jahr entführten die „Himmlischen Laienspieler der Lenzerwische“ nach Schweden. „Chaos im Stall“ heißt ihr Krippenspiel.

Wieder einmal hat der Junge etwas ausgefressen, wird von seinem Vater in den Stall gesperrt. Doch dann erfährt der Vater von der Volkszählung, von Königen, die kommen sollen. Daraus möchte er Profit schlagen, sein Haus an die Majestäten vermieten, während Maria und Josef für wenig Geld im Stall nächtigen dürfen.

Diese Handlungsfäden verknüpft Helga Bethmann zu einer spannenden, unterhaltsamen Handlung. Eingebettet in die klassische Weihnachtsgeschichte greift sie aktuelle Themen auf. Die Einsamkeit im letzten Jahr, die Gier nach Geld und Profit in diesem. „Schon im Sommer beginnen die Vorbereitungen“, sagt Helga Bethmann. Im Internet recherchiert sie nach neuen Varianten des Krippenspiels, kauft die Textvorlagen bei einem Verlag.

In diesem Jahr feierte die Gruppe ein Jubiläum. Seit 2000 führt sie das Krippenspiel auf. „Wir hatten damals keine Kinder mehr, das Krippenspiel stand vor dem Aus“, erinnert sich die frühere Katechetin. Der Gemeindekirchenrat tagte und entschied: Heiligabend ohne Spiel geht nicht, dann spielen wir Erwachsenen. So kam es.

2008 wagten sich die Darsteller anlässlich des Dorffestes erstmals an ein Theaterstück heran. „Warum nur zu Weihnachten spielen, wir hatten doch Spaß daran“, sagt Helga Bethmann. „Oma Gretchen“ oder „Der zerbrochene Krug“ zählen zu ihrem Repertoire. Die Laienspieler waren geboren. Im nächsten Jahr wird es zum Wischefest ein neues Stück geben. „Den Titel verraten wir noch nicht, aber es wird wieder ein Lustspiel sein.“

Ob Theater oder Krippenspiel – Helga Bethmann ist die zentrale Figur, führt die Regie. „Diese Aufgabe erfüllt mich“, sagt sie. Daher mache ihr es nichts aus, Jahr für Jahr zu proben, mit der Gruppe von Dorf zu Dorf zu ziehen. In diesem Jahr gab es in Seedorf die Premiere, Heiligabend folgten Mödlich und Kietz. Annette Frisch am Piano, ihrer Tochter Sarah an der Querflöte und Elly Steinke am Akkordeon begleiteten die 15 Darsteller, unter denen mittlerweile auch wieder vier Kinder sind, die mit Begeisterung dabei seien.

Alexander Wendt fehlt in diesem Jahr. Er studiert und konnte nicht an den Proben teilnehmen. „Er war richtig traurig darüber“, so Helga Bethmann. Dafür konnten sich die Zuschauer erneut auf Alfred Pischel freuen, der den Dorfältesten spielte und auf Ingolf Drescher in der Hauptrolle des Vaters. Die Vorsitzende des Fördervereins der Kietzer Kirche, Sigrid Tietz, spielte übrigens den Sohn Micha.

 

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