Ortsdurchfahrt Mesekow : Das lange Warten ist vorbei

Ein abenteuerliches Nadelöhr: Im Zuge des Neubaus der Ortsdurchfahrt in Mesekow wird auch die Löcknitzbrücke erneuert.
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Ein abenteuerliches Nadelöhr: Im Zuge des Neubaus der Ortsdurchfahrt in Mesekow wird auch die Löcknitzbrücke erneuert.

Der Bau der Ortsdurchfahrt in Mesekow beginnt. Am 1. April findet eine Einwohnerversammlung statt. Das Land investiert rund 1,2 Millionen Euro in das etwa ein Kilometer lange Bauvorhaben.

svz.de von
25. März 2014, 22:00 Uhr

Was lange währt, wird endlich gut. Nach jahrelangem Warten geht es nun los: Die Mesekower bekommen ihre neue Ortsdurchfahrt. Anfang März fand die Bauanlaufberatung statt. Die Einrichtung der Baustelle steht kurz bevor, im Moment wird die Achs-Absteckung vorgenommen. Das Land Brandenburg investiert in die etwa einen Kilometer lange Strecke rund 1,2 Millionen Euro, wie vom Dezernatsleiter Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen zu erfahren ist.

Am Dienstag, dem 1. April, um 18 Uhr sind alle Einwohner zu einer Versammlung im Mesekower Dorfgemeinschaftsraum eingeladen. Dort sollen die Anlieger über das gesamte Bauvorhaben, das die Universalbau GmbH Perleberg ausführt, informiert werden. Denn sie müssen ihren Eigenanteil am Geh- und Fußweg erbringen. Die Anliegerbeiträge belaufen sich insgesamt auf rund 70 000 Euro. Die Gemeinde steuert einen Eigenanteil von 42 600 Euro zu. Für den kommunalen Anteil am Gehweg erhält die Gemeinde 27 000 Euro Fördermittel.

Doch das Geld scheint wahrlich gut angelegt. Der derzeitige Zustand der L122 in diesem Bereich ist mehr als abenteuerlich. Die rund einen Kilometer lange Strecke erweist sich als überaus holperig und ausgefahren, die Seitenränder möchte man als solches eigentlich gar nicht mehr bezeichnen. Und dann gibt’s da noch die marode, einspurige Löcknitzbrücke durchs Dorf.

„Das Bauvorhaben umfasst den kompletten Tiefbau. Es wird alles rausgenommen und neu ausgekoffert. Damals hat man auf Sand gebaut, deshalb sieht die Straße auch so aus wie sie jetzt ist“, meinte der Dezernatsleiter. Allerdings wird die gesamte Strecke nicht in einem Zug gemacht, sondern in drei Abschnitte aufgeteilt. „Die Anlieger sollen so wenig wie möglich belastet werden“, so Frank Schmidt. Wenn alles rausgenommen worden ist und die Tragschicht aufgebracht wurde, „müssen die Leitungsträger wie WTAZV, Wemag oder die Telekom ran. Danach kann der Deckenaufbau erfolgen“, erklärte Schmidt auf Nachfrage.

Einen umfassenden Bauabschnitt stellt der Brückenneubau dar. „Sie ist der Bauzeit bestimmende Teil. Der Beton benötigt eine Aushärtezeit. Da kann dann nichts gemacht werden. Es ist alles jedoch dem Baubetrieb vorbehalten, wir greifen in Technologie nicht ein“, so Schmidt weiter.

Der Dezernatsleiter betont: „Die Mesekower können sich glücklich schätzen, dass wir da jetzt bauen. Die Unterlagen lagen griffbereit in der Schublade. Auch die Gemeinde hatte für den Eigenanteil am Gehweg ihre Zustimmung gegeben. Wenn das alles nicht der Fall gewesen wäre, wäre dort die nächsten zehn Jahre nichts passiert.“ Allerdings haben die Mesekower ja auch lange genug gewartet. Schon vor zwei Jahren, als alle Unterlagen bereits in trockenen Tüchern waren, sollte es losgehen. Aber Geldmangel im Land verhinderte seinerzeit dieses Vorhaben in Mesekow. Doch nun ist es soweit…


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