Das ist Kaufrausch

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22. Mai 2013, 10:12 Uhr

Das ist Hintergrund Kaufsucht (Oniomanie) ist eine psychische Störung, bei der Betroffene unter dem innerem Zwang stehen, kaufen zu müssen. "Das Kaufverhalten ist unkontrolliert und impulsiv, gleichzeitig nimmt das Verlustempfinden für Geld ab", erklärt Dipl. Psychologin und Leiterin der Suchthilfe Prignitz Bettina Steinke-Schmidt. Überschuldung, Isolation, Zerstörung der Familie, starke persönliche und soziale Probleme sind oft die Folgen. Dennoch wird sie, ähnlich wie Spiel- und Arbeitssucht, nicht als eigenständige Krankheit gesehen und zu den Zwangsstörungen gerechnet.

In Deutschland kaufen etwa 800 000 Menschen zwanghaft unnütze Dinge als Ersatz für Anerkennung oder fehlende Liebe. Die Dunkelziffer liegt jedoch wesentlich höher.

"In der Prignitz kommt diese Form vereinzelt vor", so Steinke-Schmidt, die sich an fünf bis sechs Fälle mit einer ambulanten Hilfe in den vergangen fünf Jahren erinnert. "Hier erfolgt dann die Beratung, auch zur Schuldenregulierung, oder teilweise eine Psychotherapie, in der versucht wird, ein erlerntes Verhalten zu korrigieren und andere Formen zu entwickeln mit dem Kaufdruck umzugehen."

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