Einsatz gegen Miniermotte : Das Harken vertreibt Schädling

So sieht es heute aus.
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So sieht es heute aus.

Frank Heinkes Aktion gegen die Miniermotte ist ein Erfolg: Den Kastanien in Richtung Bentwisch geht es besser

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08. September 2017, 05:00 Uhr

Den Kastanien zwischen Wittenberge und Bentwisch geht es besser. Zu diesem Schluss kommt der Grünen-Stadtverordnete Frank Heinke. Er initiierte eine jährliche Harkaktion, um der Miniermotte zu Leibe zu rücken. Der verbesserte Zustand der Bäume sei an den Fotos zu erkennen, die Heinke 2014 und in diesem Jahr im August machte und an die Redaktion schickte.

„Somit bewahrheitet sich, dass das konsequente und gründliche Harken des Laubs im Spätsommer und Herbst die Bäume am besten vor dem Schädlingsbefall im Folgejahr schützt“, sagt Heinke. Miniermotten parasitieren an den Blättern der Rosskastanie und führen zu einer früheren Braunfärbung und Welke der Blätter schon im Sommer. „Der Baum kann dann weniger Photosynthese betreiben und weniger Nährstoffe aufnehmen, was ihn langfristig schwächt“, erklärt der studierte Forstwirt.

So sah es noch 2014 in der Allee aus.
Heinke

So sah es noch 2014 in der Allee aus.

 

Optimal wäre es, jedes auf den Boden gefallene Blatt zu schreddern oder aufzuharken. „Ich möchte allen fleißigen Helfern danken, die in den vergangenen drei Jahren beim Harken und beim Abtransport aktiv zum Erhalt der 82 Kastanien beigetragen haben“, so Heinke. Auch den Kindern und Lehrern der Scheunen- und Elblandgrundschule gilt sein Dank für den Bau kleiner Blaumeisenkästen. Sie ist der natürliche Fraßfeind der Miniermotte.

In diesem Jahr werde die Laubharkaktion fortgesetzt und Frank Heinke hofft auf Unterstützung.

Kommentar: Verdientes Dankeschön - von Hanno Taufenbach
Sind das Spinner? Öko-Fuzzis? Langeweile? Wer sonst soll auf die Idee kommen, unter Kastanien an der Straße Laub zu harken und abzufahren? Frank Heinke hatte nicht nur die Idee dazu, sondern setzte sie um, fand Mitstreiter. Der Forstwirt Heinke ist kein Spinner, Fuzzi und hat keine Langeweile. Ihm liegt die Natur am Herzen und er begnügt sich nicht mit Worten. Kaum jemand wird Notiz nehmen von diesem Erfolg, die Zahl seiner Helfer wird wohl nicht steigen. Aber jeder, der die Straße mit Auto oder Rad entlang fährt, kann sich an den gesunden Kastanien erfreuen. Das ist Heinkes Verdienst. Dafür gebührt ihm ein Dankeschön.
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