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Der Prignitzer

23. November 2017 | 04:59 Uhr

Das "Baby" wächst heran

vom

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2013 | 06:49 Uhr

Grube | Gut sechs Jahre alt ist die Idee - oder besser: die Vision - von einem Ort der Kultur, des Wohlfühlens auf dem Lande. "Seit Ende 2006 suchten wir nach einem geeigneten Objekt", erinnert sich die Berliner Architektin und Städtebauerin Franziska Kutsche. Die Investoren, die Rechtsanwälte Reinhard Pöllath und Andreas Rodin, fanden es in Schloss Grube. Schritt für Schritt wurde das denkmalgeschützte Herrenhaus vom Keller bis zum Dachausbau saniert und restauriert. Diese Arbeiten sind nun endgültig beendet. "Wir sind dieses Jahr zum ersten Mal in vollem Umfang mit unseren Angeboten auf dem Markt", umreißt Franziska Kutsche die Perspektive.

Mit einem teils veränderten Team will man sich den Herausforderungen stellen. Seit 1. April fungiert Christiane Sajonz als Hausleiterin im Schloss, steht somit einem von drei Bereichen vor und entlastet dadurch Franziska Kutsche und ihren Kollegen Sebastian Schmidt, die die Geschicke seit Jahren von Berlin aus lenken, darüber hinaus aber auch regelmäßig vor Ort sind. "Christiane Sajonz ist jetzt unser Gesicht nach außen, der Kopf von Schloss Grube", rückt Franziska Kutsche die neue Mitarbeiterin ins rechte Licht. Für die Journalistin aus Breese sei das eine richtig schöne Aufgabe. "Ich freue mich total", so Christian Sajonz, die eine Initiativbewerbung ans Schlossmanagement geschickt hatte.

Auch für die Leitung des Bereiches Service/Restaurant laufen Vorstellungsgespräche. Die Küchenbesetzung bleibe wie gehabt. Wenn das neue Team vollständig sei, würden die Köpfe auf die Internetseite des Schlosses gestellt, verspricht Franziska Kutsche. Sie bewertet die personellen Entwicklungen positiv - wenngleich sie für sie auch einen Abschied auf Raten bedeuten. "Ziel es ist, dass Schloss Grube allein läuft, dass wir Jahr für Jahr immer mehr Tätigkeiten abgeben. Auf der anderen Seite ist Grube aber auch mein Baby", räumt die junge Frau ein.

2010 hob sie gemeinsam mit weiteren Engagierten den Verein Kulturgrube Prignitz e. V. aus der Taufe. Einen Namen machte sich der Verein insbesondere mit den opulenten Open-Air-Aufführungen "Die Quitzows" 2011 und 2012. Das Publikum hätte gern weitere Vorstellungen dieser Art erlebt. Zeitlich und personell sei das allerdings nur sehr schwer zu stemmen, so Franziska Kutsche - was nicht bedeutet, dass es diesen Sommer in Grube still bleibt. "Seit gut sechs Monaten werkeln wir bereits an unserem neuen Projekt." Es heißt "Blickfeld jwd", zehn Künstler werden sich dem Landleben aus verschiedenen Perspektiven heraus widmen, es hinterfragen und beleuchten. Das ganz Dorf soll vom 16. bis 18. August zur Ausstellungsfläche werden.

Bis dahin sind dann auch die neu gestalteten Außenanlagen sichtbar. Seit der Woche vor Ostern wird um das Schloss herum kräftig "gebuddelt". Ende vorigen Jahres hatte man einen kleinen Wettbewerb zur Gestaltung des Geländes ausgelobt. Der Entwurf des Berliner Landschaftsarchitekturbüros Guba & Sgard wird nun umgesetzt. In den kommenden Wochen entsteht neben einem großen Ziergarten auch ein kleinerer Nutzgarten für eigenes Obst und Gemüse, dass in der Schlossküche Verwendung finden wird. Zudem sollen die Stellflächen für Autos vergrößert werden.

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