Saunaverbot fürs Smartphone : Darf das Handy mit ins Bad?

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„Jein“ sagen die Betreiber / In textilfreien Bereichen wird streng auf Smartphone und Co. geschaut

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22. Juni 2015, 22:00 Uhr

Die Badaufsicht in Prignitzer Frei- und Hallenbädern schaut schon längst nicht mehr nur aufs Wasser, um sicherzustellen, dass es den Gästen gut geht. Seit Smartphones und Tablet-PC Einzug in fast alle Alltagsbereiche gehalten haben, sind sie natürlich auch „Gäste“ in eben jenen Einrichtungen. Das bedeutet zugleich einen Mehraufwand für die Mitarbeiter in den Bädern und Thermen.

Bei der Wittenberger Bäder GmbH hat man diese Problematik im Auge, „allerdings hatten wir damit bislang noch keine nennenswerten Schwierigkeiten“, wie Geschäftsführer Lutz Lange gegenüber dem „Prignitzer“ bestätigt. Einzelfälle gibt es natürlich, „und in diesen Fällen sprechen unsere Mitarbeiter die Gäste dann an“, so Lange. Die Gesellschaft betreibt unter anderem die Schwimmhallen in Wittenberge und Wittstock/Dosse sowie die Freibäder in Perleberg, Pritzwalk und Karstädt, außerdem den Friedensteich in Wittenberge. Ein generelles Handy- oder Tabletverbot per Hausordnung gibt es bei der Bäder GmbH nicht. „Allerdings sind wir in der Sauna konsequent, dulden keine Nutzung der mobilen Geräte“, macht Lutz Lange deutlich.

Diese Intimsphäre, die letztendlich auch in einer öffentlichen Sauna gewährleistet bleiben muss, ist der Kristall-Therme in Bad Wilsnack ebenfalls sehr wichtig. Hier weisen am Übergang vom textilen in den textilfreien Bereich Piktogramme auf das Smartphone-Nutzungsverbot hin. Untersagt sind darüber hinaus Tablets und Fotoapparate, also die gesamte moderne Technik. Im Badbereich sei die Benutzung in Ordnung – im großen Saunaareal hingegen werde streng darauf geschaut, dass so etwas nicht vorkommt, schildert Thermenleiterin Nicole Schlegel die Situation. „Allerdings achten unsere Mitarbeiter auch im Bad darauf, dass wenn, dann nur individuell und nicht in die Menge fotografiert oder gefilmt wird.“ Obwohl das hin und wieder von Gästen angefragt werde, habe die Kristall-Therme auch kein WLAN-Angebot. Aus gutem Grund: „Unsere Besucher sind hier, um sich zu erholen“, unterstreicht Nicole Schlegel.

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