Damit grüne Energie nicht versickert

Projektleiter David Späck an der Baustelle für das neue Umspannwerk.
Projektleiter David Späck an der Baustelle für das neue Umspannwerk.

Energiekonzern investiert sechs Millionen Euro in Falkenhagen und der Region / Prignitz einer der größten innerdeutschen Stromexporteure

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29. August 2015, 12:00 Uhr

Bagger und Rüttelplatten verrichten in Falkenhagen ihre Arbeit. Zwei Fundamente für die Gebäude sind bereits fertig. Hier am Rande des Gewerbeparks Prignitz baut der Energiekonzern Eon ein neues Umspannwerk. „Etwa sechs Millionen Euro werden hier am Standort investiert“, sagt Projektleiter David Späck. Das Besondere an diesem Umspannwerk ist aber, dass es nicht zur Versorgung der Region eingesetzt wird, sondern nur, um den hier erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien abzuleiten. Das Umspannwerk wird eine Leistung von mehr als 500 MW haben.

Als weiteren Schritt wird Eon ein Erdkabel von Falkenhagen bis nach Putlitz verlegen, um den Strom aus dem Windpark Falkenhagen, aber auch aus den Windparks Kuhsdorf und Kemnitz bei Pritzwalk abzuleiten um ihn bei Putlitz in das 50-Hertz- Netz einzuspeisen und ihn so abzuleiten. Damit soll ein sehr großes Problem entschärft werden: Zu viel Strom im Netz und teilweise Abschaltung von Windkraftanlagen. Um das Problem noch etwas klarer zu skizzieren: In der Region Prignitz werden täglich etwa 2300 Megawatt Strom verbraucht – von Haushalten, Unternehmen und Industrie. Dem gegenüber werden durch die erneuerbaren Energien etwa 8500 Megawatt Strom erzeugt. Damit ist die Prignitz einer der größten Stromexporteure in Deutschland, was das Leitungsnetz jedoch immer wieder vor große Probleme stellt, wenn der grüne Strom oft gar nicht erst nutzbar wird. Das Umspannwerk in Falkenhagen soll zum Jahresende 2016 fertig sein. Das Verlegen des Erdkabels, etwa 35 Kilometer, bis nach Putlitz, werde wohl noch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, meint David Späck.

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