zur Navigation springen

die Prignitz auf der grünen woche : Dahses Gasthaus kocht Traditionelles

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Morgen servieren das Glövziner Team Knieperkohl mit Jungschaf-Lachsen an Blaubeerhonigsoße. Das Rezept gibt es seit Generationen.

svz.de von
erstellt am 22.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Auch in diesem Jahr präsentiert sich die Prignitz auf der internationalen Grünen Woche – der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Zehn Köche sind der Einladung des Tourismusverbandes gefolgt, um mit ihren kulinarischen Ideen für den Landkreis als Genuss- und Tourismusregion zu werben. Der „Prignitzer“ stellt die Kochprofis und ihre Kreationen vor. Morgen kocht das Landhotel Dahses Gasthaus, Glövzin.

Jeden Abend gegen 22 Uhr schiebt Dietmar Dahse seinen Knieperkohl in seinen großen Buschbackofen und lässt ihn bis morgens um 6 Uhr langsam in Gänseschmalz schmoren, so habe der Kohl noch reichlich Vitamin C und zudem: „Das ist geschmacklich eine ganz andere Geschichte. Ich bin dagegen, Knieperkohl zu kochen“, so der Küchenchef von Dahses Gasthaus. Auf der Grünen Woche kredenzen seine Frau Dorit und Maria Grimm, schon vom OSZ ausgezeichnete Auszubildende im dritten Lehrjahr, zum Knieperkohl traditionell Lungenwurst nach Hausrezept, die in Redefin hergestellt wird.

„Das Rezept gibt es seit Generationen. Wir sind seit 350 Jahren Bauern hier auf dem Hof, ob es aber das Rezept auch schon so lange gibt, weiß ich gar nicht“, erzählt Dietmar Dahse, der ein Freund davon ist, regionale Produkte traditionell zuzubereiten. „In den letzten 20 Jahren habe ich viel mit Knieperkohl probiert, aber es hat sich nicht etabliert.“

Aber nicht nur die traditionelle deftige Küche bieten die Glövziner den Besuchern in Berlin, sondern auch die für den feinen Gaumen. Sie werden den Knieperkohl zusammen mit Jungschaf-Lachsen vom Rückenfilet an Blaubeerhonigsoße servieren. „Wir wollen einen kulinarischen Eindruck hinterlassen. Wir sind froh, dass wir hier in der Prignitz den Knieperkohl haben, aber wir müssen aufpassen, dass man die Prignitz nicht nur auf Knieperkohl und Kohlwurst reduziert“, so Dahse, der die Jungschafe selbst züchtet. Vier Zippen stehen bei ihm im Stall. Auch die Blaubeeren beziehen die Dahses aus der Region und zwar vom Heidelbeerhof Quirling in Berge. „Die Blaubeeren werden in einem Fond aus Butterschmalz angebraten, man soll sie aber noch als Beeren erkennen“, so Dietmar Dahse, der seit dem ersten Prignitzer Auftritt auf der Grünen Woche dabei ist.

„Es gibt schon Messegäste, die extra zur Grünen Woche kommen, um am Prignitzstand Knieperkohl zu essen. Ich nutze das Essen als Transportmittel, um den Besuchern nahe zu legen: ‘Kommt in die Prignitz‘.“ Und die Auftritte bei Grünen Woche zeigen, dass dadurch Gäste in die Region gezogen werden. Man habe hier eher den sanften Tourismus, das sei aber auch gut. „Ich habe von vielen Radfahrern gehört, dass sie die Natur hier lieben, und sich freuen, dass sie nicht ständig anderen Radgruppen entgegenfahren“, so Dahse.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen