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Oldtimertreffen : Couch und Champagner inklusive

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

17. Oldtimertreffen sorgt für Teilnehmer- und Besucheransturm auf dem Perleberger Motorsportpark

von
erstellt am 13.Jul.2015 | 12:00 Uhr

Das Chrom glänzte, die Auspuffe knatterten und vor allem lag ein Geruch in der Luft, den nur Fahrzeuge ausstoßen können, die meist schon mehrere Jahrzehnte über die Straßen gleiten. Und genau diese Komponenten waren es auch, die am Samstag wieder die Besucher in Scharen auf das Gelände an den Motorsportpark in der Nähe des Perleberger Flugplatzes zogen. Die örtlichen Oldtimerfreunde hatten zum 17. Treffen für Land- und Militärfahrzeuge geladen und mindesten 500 Fahrzeuge und ihre Besitzer kamen zu Teilemarkt, Platzwette, Sonderschau und Livemusik.

Doch vor allem die motorisierten Schätzchen wurden betrachtet und gerne präsentiert. So war Ralph Sonderhüsken mit seinem Willy-Jeep, Baujahr 1948 angereist. „Mit so einem Auto hat man einfach noch Fahren pur, wenn man mit abgeklappter Frontscheibe unterwegs ist, ist das ein tolles Feeling. Außerdem enden Polizeikontrollen grundsätzlich mit einer Besichtigung“, erzählt der Stendaler, der seinen Amerikaner einst aus Griechenland kaufte.

Ähnlich geht es Uwe Kiefner, auch wenn sein US-Auto das genaue Gegenteil eines Militärwagens darstellt. 5,80 Meter lang, ein Spritverbrauch von 30 Litern auf 100 Kilometern, himmelblau, auf hochglanz poliert und mit vielen Chromteilen versehen, steht sein Buick Limited Riviera vor ihm und zieht die Blicke auf sich. „Bei mir musste schon immer alles glänzen und es war immer mein Traum, auch wenn das Geld, das so ein Auto verschlingt eine unendliche Geschichte ist“, erzählt der Pritzwalker, der auch Chaufferdienste anbietet – und da darf ein Champangnerkühler im Kofferraum natürlich nicht fehlen.

Sein Buick war einer der 15 US-Fahrzeuge, die die diesjährige Sonderausstellung bildeten. Mit einem der ältesten Wagen war wohl Manfred Gollnick aus Parchim angereist. Sein Ford Modell A stammt aus dem Jahr 1930. „Das ist mit heutigem Autofahren nicht zu vergleichen und fährt sich eher wie ein alter Traktor“, erzählt er. Und seine Frau Angelika ergänzt: „Aber man sitzt wie auf einer Ledercouch.“

Und auch wenn sie den Wagen schick findet, ist es doch ihr Mann, der für den Ford schwärmt. Diese Form der Zuneigung scheint sowieso häufig mit dem Geschlecht zusammenzuhängen. „Mein Mann hätte heute alles unterschrieben, um das ich ihn gebeten hätte, so sehr hat er sich über die Fahrzeuge gefreut“, erzählt Monika Bahlke, die mit ihrer Schulfreundin Beate Marx über das Gelände schlenderte. „Unsere Männer haben uns hergeschleppt, aber es ist eine schöne Gelegenheit sich zu treffen, da wir etwa 50 Kilometer auseinander wohnen und wir brauchen nicht zu kochen und können Leute beobachten“, berichten beide amüsiert.

Ähnlich zufrieden zeigte sich Organisator Frank Brauer: „Die Teilnehmerzahl ist der Wahnsinn und alle sind zufrieden, dass es wieder auf diesem Platz stattfindet. So kann es weitergehen. Pläne für 2016 gäbe es auch schon. „Da haben wir schon Vorstellungen, die werden aber nicht verraten“, so der Vorsitzende des Oldtimerclubs.

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