Christstollen, Winterpunsch und Weihnachtslieder

Marlies Licht (l.)  am Stand, den Claudia Hildebrandt und ihre Mitarbeiterinnen Susann Pawlowski und Angelika Hübsch liebevoll gestaltet haben.
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Marlies Licht (l.) am Stand, den Claudia Hildebrandt und ihre Mitarbeiterinnen Susann Pawlowski und Angelika Hübsch liebevoll gestaltet haben.

Die Adventsmärkte Boberow, Groß Breese und Bad Wilsnack lockten am Wochenende mit viel Budenzauber Gäste an

svz.de von
03. Dezember 2013, 11:33 Uhr

Glühwein schlürfen, Stollen naschen, Weihnachtsliedern lauschen - auch in der Prignitz laden dieser Tage Adventsmärkte wieder zum Bummeln, Einkaufen und gemütlichen Beisammensein ein. Dabei lockte jeder Markt mit seinen eigenen Besonderheiten.


Boberow


In Boberow öffnet die Moorscheune zum zweiten Mal ihre Pforten für Händler und Besucher. „Wir garantieren hier immer 22 Grad, ich glaube das ist einzigartig auf einem Prignitzer Adventsmarkt“, begrüßt Betreiber Christian Ebert mit einem breiten Grinsen im Gesicht seine Gäste. Viele sind dankbar für die warme Stube, vor allem auch die Händler, wie Sarina Krätzig aus Karstädt bestätigt. „Wir waren schon letztes Jahr hier und das Ambiente gefällt uns sehr gut“, erzählt die gelernte Glaserin. Gemeinsam mit ihrer Schwester Aileen bietet sie u. a. selbstgefertigte und gravierte Vasen oder Teelichter aus gebrochenem Panzerglas zum Verkauf an.

Insgesamt sechs Händler haben in der Moorscheune Platz gefunden, um ihre Kunsthandwerke anzubieten. Andrea Fuhrmann kam mit einem ganz besonderen Auftrag nach Boberow. Die Leiterin der Grabower Grundschule verkauft selbstgemachte Weihnachtsdeko von ihren Schülern für ihre Schüler. „Wir haben uns mit den Kindern und Eltern einen Nachmittag zusammengesetzt, um Teelichter, Lavendelsäckchen, Papierengel und Adventskränze zu basteln. Das Geld, das wir einnehmen, kommt der Schule zu Gute.“ Dafür opfert die Direktorin gerne ihr Adventswochenende: „ Mit den Einnahmen wollen wir im nächsten Jahr ein Zirkusprojekt finanzieren.“


Groß Breese


„Wie wäre es mit einem Tütchen Kräutertee?“, fragen in Groß Breese Silke Last und Monika Bodzian. Wenn die Gemeinde ihren Adventsbasar gestaltet, dann machen natürlich auch die Mitglieder vom Heimat-, Geschichts- und Kulturverein Breese, Groß Breese und Kuhblank mit, sagt die Vorsitzende Silke Last. Der Vereinsname ist wegen seiner Länge etwas sperrig. „Aber wir wollten unbedingt alle Gemeindedörfer berücksichtigen.“ Sein Domizil hat der Verein beim Gemeindezentrum Groß Breese. Dort steht auch die Heimaotschüün des Vereins. Zum Weihnachtsmarkt hatten Mitglieder Wäschekammer, historische Küche und die anderen Räumlichkeiten liebevoll geschmückt. Zu kaufen gab es besagte Teetütchen. „Ob Pfefferminze, Salbei, Thymian oder Kakaominze – alles ist auf unserem Kräuterbeet gewachsen“, erzählt Silke Last. Die Frauen haben die Kräuter geerntet, getrocknet, gerieben und eingetütet. Als liebevolles i-Tüpfelchen fertigte Monika Bodzian weihnachtliche Anhänger aus Salzteig. Eine tolle Geschenkidee, fand so mancher und griff gern zu.

„Wir holen uns zum Weihnachtsmarkt nicht extra irgend etwas Großes hierher. Jeder bringt sich nach seinen Kräften ein und es wird ein gemütliches Beisammensein“, sagt Breeses Bürgermeister Werner Steiner.


Bad Wilsnack


Hätten in der Lindenstraße in Bad Wilsnack Claudia Hildebrandt und einige ihrer Nachbarn nicht die Idee gehabt, man könne zum Advent doch etwas auf die Beine stellen, wäre die Kurstadt in diesem Jahr ganz ohne vorweihnachtliches Treiben geblieben. „Wir haben das das besprochen, als wir das 10-jährige Bestehen unseres ,Schlemmerortes’ begingen“, erinnert sich Claudia Hildebrandt am Samstag. Der „Schlemmerort“ selbst ging mit gutem Beispiel voran, hatte vor dem Bistro einen Stand mit allerlei Kulinarischem aufgebaut. Andere Händler, „die ich angesprochen habe“, kamen hinzu, sagt die Gastronomin. Klein und nett war so das Markttreiben in der Lindenstraße. „Ich finde es schön, dass sich Leute aufgerafft haben und etwas tun. Sonst wäre es doch ziemlich traurig in der Stadt. Dieses Jahr gibt es ja keinen Weihnachtsmarkt“, sagt Besucherin Marlies Licht.

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