Chor: Wir sind nicht pleite, aber …

<strong>Chor des Gymnasiums</strong> bei seinem Weihnachtskonzert. <foto>Hanno Taufenbach</foto>
1 von 1
Chor des Gymnasiums bei seinem Weihnachtskonzert. Hanno Taufenbach

svz.de von
24. Januar 2013, 10:14 Uhr

Perleberg | "Wir sind nicht pleite, müssen aber Maßnahmen ergreifen, dass wir es nicht werden", so Gabriela Oltersdorf am Dienstagabend im Finanzausschuss. Sie ist im Vorstand des Fördervereins des Gottfried-Arnold-Gymnasiums und als Kassenwart kompetent, wenn es um die Finanzen geht. Die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben 2012, die unterm Strich eine Differenz von 4850 Euro auswies, sorgte zuvor im Kulturausschuss für Diskussionsstoff. Kämmerin Ute Brüggemann hatte angeregt, bevor die Stadt den Chor des Gymnasiums mit 1500 Euro fördere, sich das Entwicklungskonzept erläutern zu lassen. Auf Gegenliebe stieß dieser Vorstoß nicht, doch zum Finanzausschuss hatte man den Vorstand des Fördervereins eingeladen. Und Gabriela Oltersdorf konnte recht überzeugend darlegen, dass der Verein nichts unversucht lasse, um die Zukunft des Gymnasiumschores zu sichern. Die Aufstellung 2013 weist zwar immer noch eine Differenz von 3247 Euro aus, doch aufgelistet wurden ausschließlich feste Einnahmen und Ausgaben und die beziehen sich auf die komplette Arbeit des Fördervereins. "Wir sind aber nicht nur für den Chor verantwortlich", so das Vorstandsmitglied. Durch die Gewinnung von Mitgliedern für den Verein konnten bereits die Einnahmen in Gestalt der Beiträge erhöht werden. Ein Plus von 1600 Euro stehe hier zu Buche. "Weihnachtskonzert, der Feuerabend, die Kleinkunstbühne, Auftritte des Chores, all das bringe weiteres Geld ein, besagt die Erfahrung aus 2012."

Gabriela Olterstorf ließ zugleich keinen Zweifel aufkommen, dass die Aufführung eines Musicals zum Stadtjubiläum 2014, das im Zusammenwirken mit der Kreismusikschule entsteht, vakant wäre, wenn man seitens der Stadt keine finanzielle Unterstützung bekomme. Folgt die Stadtverordnetenversammlung der Empfehlung von Kultur- und nun auch Finanzausschuss, dann sind 1500 Euro für dieses Jahr an Förderung sicher. Wohl gemerkt für 2013, denn für das neue Jahr muss ein neuer Antrag gestellt werden.

Zuvor brachte aber CDU-Abgeordneter Frank Rüdiger-Gottschalk die Sprache auf die Umsatzbeteiligung, die der Westprignitzer Reisedienst den Schulen gewährt, mit denen man Verträge habe. Am Jahresende mache das unter Umständen an die 700 Euro aus, Geld, das die Stadt sparen könne. Zumal derartige vertragliche Verbindungen auch mit dem Gymnasium einmal bestanden hätten. Gabriela Oltersdorf signalisierte Gesprächsbereitschaft, verwies aber darauf, dass es sich um verschiedene Ansätze handle. "Wir reden hier von der Unterstützung für den Chor. Klassenfahrten organisieren die Klassen bzw. die Eltern, nicht der Förderverein." Elisabeth Pietzsch (SPD) unterstrich dennoch, dass Sponsoring immer ein Geben und Nehmen sei, man auch derartige Offerten in Betracht ziehen sollte. "Wir sprechen hier über Steuergelder, die wir ausgeben." Vom Konzept des Chores zeigte sie sich aber überzeugt wie auch die anderen Fraktionen. Einstimmig fiel so die Empfehlung für die Stadtverordnetenversammlung aus.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen