Chemikaliencontainer drohten zu bersten

Mehr als 50 Kameraden aus drei Feuerwehren rückten an. Lars Reinhold
Mehr als 50 Kameraden aus drei Feuerwehren rückten an. Lars Reinhold

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14. September 2012, 07:58 Uhr

Wittenberge | Großeinsatz für den Gefahrstoffzug der Prignitzer Feuerwehren gestern Nachmittag: Auf dem Gelände der Prignitzer Chemie standen zwei Behälter mit je 1000 Litern Wasserstoffperoxid derart unter Druck, dass eine Öffnung nur unter größten Sicherheitsvorkehrungen möglich war. "Wenn Wasserstoffperoxid zerfällt, werden große Mengen Gas frei, daher der Überdruck", erklärte Dr. Friedrich-Wilhelm Baumann, im Unternehmen für Sicherheit zuständig. Die Gebinde seien noch unbenutzt gewesen, allerdings reichten kleine Verunreinigungen, um den Zerfall der Chemikalie zu herbeizuführen, was hier offenbar der Fall war. "Das passiert unter Umständen innerhalb von Stunden", so Baumann.Um bei einem Unfall schnell reagieren zu können habe man die Feuerwehr hinzugezogen.

Die Feuerwehren aus Wittenberge, Perleberg und Bad Wilsnack sicherten das Gebiet um die betroffenen Gebinde ab und stellten große Mengen Löschmittel bereit, bevor Trupps in Vollschutzanzügen die Behälter öffnen und so den Druck absenken konnten. "Die Gefahr bei Wasserstoffperoxid besteht vorrangig darin, dass es mit organischen Stoffen stark exotherm reagiert, diese Stoffe also sofort anfangen zu brennen", erklärte Einsatzleiter Chris Brandt. Nach der Öffnung seien die Chemikalien in Zusammenarbeit mit der Prignitzer Chemie umgelagert worden.

Nach rund zweieinhalb Stunden rückten die Feuerwehren wieder ab.

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