Caravantourismus boomt

<strong>Wohnmobilisten bevölkern</strong> den Stellplatz am Wasser. Pkw dürfen auf der nächsten Ebene parken. <foto> Barbara haak</foto>
Wohnmobilisten bevölkern den Stellplatz am Wasser. Pkw dürfen auf der nächsten Ebene parken. Barbara haak

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17. Juli 2012, 07:06 Uhr

Wittenberge | Der Caravantourismus im Nedwighafen an der Elbe boomt. Kein Wunder, dass die Parkplätze für Pkw-Fahrer so manches Mal knapp werden. Das wäre ja kein Problem, schließlich kann man eine Etage hoch fahren, meldete sich Fritz Sandmann beim "Prignitzer". Aber jedes Mal, wenn er das tut, falle ihm das Schild in die Augen, dass unberechtigt parkende Autos abgeschleppt werden. Deshalb seine Anfrage an die Redaktion: "Wo darf man im Nedwighafen als normaler Autofahrer überhaupt parken, ohne ein Parkticket zu riskieren?"

Antwort aus berufenem Munde kommt vom Chef des Kultur- und Tourismusbe triebes, Hans-Jürgen Döllefeld. Ursprünglich seien die Pkw-Stellplätze ausschließlich neben dem Caravanstellplatz angeordnet gewesen. "Als immer mehr Wohnmobilisten kamen, haben wir Stellplätze nachbeantragt. Jetzt können Autofahrer unten wie auf der Ebene unterhalb des Restaurants stehen."

Und das Verbotsschild? "Ein solches Schild gibt es laut Straßenverkehrsordnung nicht", klärt Uwe Karger als stellvertretender Ordnungsamtsleiter auf. Deshalb könne es bei seiner Missachtung von den Politessen auch kein Parkticket geben.

"Wir werden das Verbotsschild wegnehmen und damit der veränderten Realität Rechnung tragen", kündigt Lutz Lange für die Freizeitpark GmbH an, die das Areal in Pacht hat. Lange bestätigt, dass der Caravantourismus "bei uns im Hafen boomt". "Wir können eine exquisite Lage vorweisen und sichern mit unseren Hafenmeistern einen guten Service", ist Lange überzeugt und nennt Zahlen. 2010 kamen trotz Sommerhochwassers 1463 Wohnmobilisten. Im letzten Jahr machten 2204 rollende Wohnungen im Hafen Station und in diesem Jahr bereits 1177.

Zurück zu der von Lange angesprochenen veränderten Realität. "Die Ebene eignet sich als Stellplatz gut und niemand wird gestört", meint Lange. Es sei vielmehr so, dass "sich die Wege für Restaurantgäste, zum Teil ja auch im fortgeschrittenen Alter, verkürzen, sie weniger Treppen steigen müssen als vom unteren Parkplatz."

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