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Der Prignitzer

26. September 2017 | 13:10 Uhr

Caravan-Mekka Prignitz

vom

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erstellt am 07.Nov.2011 | 07:38 Uhr

Prignitz | Die Prignitz als Reiseziel wird für Wohnmobilisten immer beliebter. Zu dieser Einschätzung kommt Mike Laskewitz von der Marketingabteilung des Tourismusverbandes Prignitz: "In den vergangenen Jahren ist die Region für Caravan-Reisende immer attraktiver geworden. Das sehen wir an der stetig wachsenden Anzahl der Übernachtungen. Auch die diesjährige Saison verlief, soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, sehr gut."

Konkrete Zahlen könne er nicht nennen, doch "die Tendenz ist definitiv steigend", kann Laskewitz berichten. Das würden Kommunen bestätigen. Nicht jeder Stellplatz sei gleich attraktiv, eine konkrete Zählung der Reisenden wäre hilfreich, sei aber aktuelle nicht geplant, so Uwe Neumann als Geschäftsführer des Tourismusverbandes. Die Stellplatz offensive, die der Verband Anfang 2009 initiiert hatte und vom Wohnmobilhersteller "Concorde" finanziell stark unterstützt wird, hat seither so einiges bewirkt: So sind mehrere neue Stellplätze entstanden. Derzeit werden in der gesamten Reiseregion, wozu auch der Raum Ostprignitz-Ruppin und Havelberg zählen, 24 Caravan-Stellplätze mit insgesamt 173 Stellflächen angeboten. Der Natur-Campingplatz am Rudower See in Lenzen hingegen gehört aus marketingtechnischen Gründen nicht länger zum Angebot des Tourismusverbandes, wie Laskewitz erklärt. Der dortige Betreiber sei gegen die Aufstellung einer Infotafel. Diese sei jedoch für den Verbleib im Marketingpool des Verbandes notwendig.

Die Ausstattung der Stellplätze mit Infotafeln schreite weiter voran, sei aber noch längst nicht fertig, macht Mike Laskewitz klar: "Die ersten sechs Tafeln stehen bereits. Vergangene Woche kam eine weitere auf der Dömnitzinsel in Pritz walk dazu. Die Tafeln informieren die Reisemobilisten unter anderem über Stellplätze in der Region und zeigen lokale und regionale Ausflugsziele auf. Auch sollen alle Plätze nach und nach Ver- und Entsorgungssysteme erhalten. Im Moment werde der Stellplatz in Bad Wilsnack mit den Systemen erweitert. Auf gut der Hälfte aller Standorte seien diese schon vorhanden. "Ein Ver- und Entsorgungssystem ist eine wichtige Serviceleistung", unterstreicht Laskewitz die Notwendigkeit, alle Plätze entsprechend auszustatten.

Auch wenn die diesjährige Caravan-Saison offiziell vorbei ist: Insbesondere auf großen Stellplätzen, wie am Wittenberger Nedwighafen oder an der Bad Wilsnacker Therme, sei das ganze Jahr über Betrieb, so Mike Laskewitz. "Diese Plätze werden auch im Winter gerne angenommen. Die Leute entscheiden spontan, ob sie nur eine Nacht oder länger bleiben." Ausschlaggebend sei en vor allem die lokalen Angebote. "Wenn die Leute eine Therme vor der Haustür haben oder die Elblandschaft, bleiben sie gerne länger. Auch eine extrem ruhige Lage, wie z. B. am Lenzener Haus am See, trägt zum langen Verweilen bei."

Dass die Prignitz regelrecht zum Wohnmobil-Mekka mutiert, zeigen auch die regelmäßigen Caravanclub-Treffen, deren Mitglieder aus ganz Deutschland anreisen. Am Nedwighafen, wo 15 Mobile über acht Meter Länge Platz finden, traf sich im vergangenen Jahr der Euromotorhome-Club (EMHC). Vor einigen Wochen besichtigten Wohnmobil-Freunde beim "Concorde" Herbsttreffen die Prignitz. "Spätestens 2013 kommt dann der Club Concorde-Freunde-Nord hierher", informiert Laskewitz.

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