Campingplatz steht zum Verkauf

Foto: dpa/Archiv
Foto: dpa/Archiv

svz.de von
29. März 2013, 07:16 Uhr

Lenzen | Kurz vor Beginn der Urlaubssaison zu Ostern hat die Stadt Lenzen noch immer keinen Bewirtschafter für den Campingplatz am Rudower See gefunden. Nach der gerichtlichen Trennung vom bisherigen Pächter, Christoph Weidlich, sind die Verantwortlichen weiter auf der Suche nach potenziellen Pächtern oder Käufern. Der Fakt, dass das Objekt auch zum Verkauf steht, dürfte vielen Lenzener neu sein und überraschen. Denn öffentlich bekanntgegeben wurde eine von der Mehrheit des Stadtparlaments mitgetragene Veräußerung bisher nicht. "Wir stehen mit einigen Interessierten in Verhandlungen", bestätigt Bürgermeister Christian Steinkopf auf Nachfrage und fügt an: "Der Campingplatz wird wie geplant geöffnet. Das ist durch den Stadtbetrieb gewährleistet."

Vom Tisch ist ein zunächst angedachtes Engagement des Tourismus- und Kulturvereins Lenzen Elbtalaue (TKL) für das Objekt. "Man ist an uns herangetreten und hat angefragt, ob wir nicht den Campingplatz übernehmen wollen", berichtet TKL-Vereinschef Rolf Fastnacht. "Wir haben uns dann im Vorstand zusammengesetzt, ein Konzept erarbeitet und dieses dann der Stadt unterbreitet." Der Entwurf sah vor, dass der TKL als Dienstleister für die Stadt fungiert, sämtliche Einnahmen und Ausgaben in den Lenzener Haushalt einfließen und der Verein für die Bewirtschaftung des Platzes eine finanzielle Pauschale für anfallende Personalkosten erhält. Doch der Vorschlag fand bei den Entscheidungsträgern im Lenzener Rathaus wenig Anklang. Ein daraufhin von der Verwaltung selbst unterbreiteter Vertragsentwurf sah vor, dass der Verein allein verantwortlich für den Campingplatz sein soll. Mit allen finanziellen Unwägbarkeiten. "Das Risiko war uns als gemeinnütziger Verein aber zu hoch", erklärt Rolf Fastnacht, "zumal die Laufzeit des Vertrages zunächst auf eine Saison befristet war." Zudem müssten weitere Investitionen getätigt werden, da, so die Meinung des TKL-Vorsitzenden, "der Campingplatz heruntergewirtschaftet ist."

Investieren will die Stadt in das Objekt aber nicht mehr. "Wir können nicht noch weiter Geld dazuschießen", sagt Bürgermeister Steinkopf zum Konzept des TKL, zumal noch eine erhebliche Schuldenlast auf dem Platz im Grundbuch eingetragen ist. Ziel sei es aber, den Platz schuldenfrei zu übergeben. Ob nun an einen neuen Pächter oder Käufer.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen