Kritik am ÖPNV in Wittenberge : Busverkehr unter der Lupe

Der ÖPNV ist für viele Senioren schwierig zu handhaben.
Der ÖPNV ist für viele Senioren schwierig zu handhaben.

Seniorenbeirat bringt Fahrgäste und ÖPNV-Anbieter an einen Tisch: lebhafte Debatte

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13. April 2017, 12:00 Uhr

Ein wegen seiner Größe schlecht zu entziffernder Fahrplan. Fehlende Haltestellendurchsagen, auf die Sehschwache aber angewiesen sind, Busfahrer, die mit Schwung an die Haltestellen fahren und dann abrupt abbremsen. Lenker, die erst auf Nachfrage von Fahrgästen bei ihrem Bus für Rollatorenbesitzer Barrierefreiheit herstellen: In der Gesprächsrunde, zu der der Seniorenbeirat mit seiner Vorsitzenden Resi Kämling eingeladen hatte, kamen diese Problem auf den Tisch. Christian Klöden von der Arge Prignitzbus, die seit dem vergangenen August den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auch für Wittenberge abwickelt, sowie Vertreter aus der Fachabteilung des Landkreises stellten sich als Gesprächspartner der Runde von gut 30 Besuchern, darunter auch ein Gast aus Hellburg.

Die von den vorwiegend Älteren vorgetragenen Sorgen und Fragen sind aber nur die eine Seite der Medaille, oder besser, des Busverkehrs. Die andere Seite brachte Uwe Karger, stellvertretender Ordnungsamtschef von Wittenberge, auf den Punkt, als er sagte: „Die Stadt ist mit den jetzigen Buslinien besser erschlossen als sie es zuvor jemals war.“ Und auch die Zahl der Haltestellen sei größer als je zu vor. Das Ergebnis seien nachweislich steigende Fahrgastzahlen, ergänzte Klöden für die Prignitzbus-Gesellschaft. Allerdings, auch das müsse deutlich gesagt werden, sei der ÖPNW eben kein individualer Verkehr, man könne nicht den Bedürfnissen eines jeden Rechnung tragen.

Der Prignitzbus-Vertreter nutzte die Gelegenheit, die beiden Stadt- und die Regionallinien vorzustellen, mit denen Wittenberger innerhalb ihrer Stadt unterwegs zu sein können, aber auch in die Umgebung gelangen. Die Vorsitzende des Seniorenbeirats wird, so versprach sie, zum nächsten Tee- und Kaffeeschwätzchen Anfang Mai Stadtpläne mit den Linienverläufen verteilen. Das bietet zusätzlich zu den manchmal schwer zu lesenden Fahrplänen eine Hilfe, wenn es um optimale Verbindungen geht. Außerdem, so Klöden, könnte sich jeder Rat bei der Mobilitätszentrale holen.  

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