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Der Prignitzer

25. November 2017 | 09:07 Uhr

Bus und Bahn noch teurer

vom

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2013 | 07:38 Uhr

Berlin/Potsdam | Ein Jahr nach der jüngsten Fahrpreiserhöhung wird Bus- und Bahnfahren in Berlin und Brandenburg schon wieder teurer. Zum 1. August steigen die Fahrpreise im Nahverkehr um durchschnittlich 2,8 Prozent, wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) gestern mitteilte. Der Einzelfahrschein für das Berliner Tarifgebiet AB wird dann 2,60 statt bisher 2,40 Euro kosten und für das Tarifgebiet ABC 3,20 statt 3,10 Euro. Auch für Monatskarten ist teilweise mehr zu bezahlen. Neu im Angebot ist eine Vier-Fahrten-Kurzstreckenkarte zum Preis von 5,60 Euro. In den kreisfreien Städten Brandenburgs bleiben die Preise für Einzelfahrscheine unverändert. Dafür fallen die Preisanhebungen für Zeitkarten prozentual höher aus als in Berlin.

Zuletzt waren Fahrscheine und Zeitkarten zum 1. August 2012 teurer geworden, ebenfalls um 2,8 Prozent. Der VBB koordiniert den Nahverkehr in der Region, den die öffentliche Hand bei Bahn- und Busunternehmen bestellt. Nach Angaben des VBB finanziert sich der öffentliche Personennahverkehr in der Region knapp zur Hälfte aus den Fahrkartenerlösen, in Berlin zu zwei Dritteln. Den Rest schießt die öffentliche Hand zu.

VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz begründete die Erhöhung mit steigenden Kosten für Energie, Brennstoffe und Personal. Allein in Brandenburg würden die Personalkosten der Verkehrsunternehmen aufgrund der aktuellen Gehaltstarifabschlüsse in den nächsten zwei Jahren um fast acht Prozent steigen. Dies könne nur zu einem kleinen Teil durch steigende Fahrgastzahlen ausgeglichen werden.

Franz sprach von einer insgesamt moderaten, allerdings über der Inflationsrate liegenden Anpassung der Fahrpreise. Für März betrug die Inflationsrate 1,4 Prozent. Zwar könne man mit Qualität und Pünktlichkeit des Bahnverkehrs noch nicht zufrieden sein. Insgesamt sei die Qualität im VBB aber gut, so der Geschäftsführer. Laut VBB fielen die Fahrpreiserhöhungen in anderen Verkehrsverbünden Deutschlands in diesem Jahr höher aus. In Düsseldorf und Köln etwa müssten die Fahrgäste durchschnittlich 3,9 Prozent mehr berappen, in Hamburg 3,5 Prozent, in Bremen 3,2 Prozent.

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