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Der Prignitzer

25. November 2017 | 12:37 Uhr

Bunte Eier - direkt vom Huhn

vom

svz.de von
erstellt am 20.Apr.2012 | 08:17 Uhr

Grenzheim | Bei Heidemarie Mogge in Grenzheim (Amt Putlitz/Berge) muss man nicht fragen: "Warum ist die Banane krumm?", sondern: "Warum sind die Eier bunt?" Von Weiß über Grün, Hell-Violett, Blau bis hin zu Beige, Braun und Dunkel-Rotbraun mit Sprenkeln ist alles dabei, wenn die 70-Jährige die Eier aus den Nestern nimmt. "Am Futter kann es nicht liegen. Sie bekommen alle das gleiche", sagt die Grenzheimerin, die unterschiedliche Hühnerrassen hält. Da gebe es schwarzes Federvieh, das weiße Eier lege, aber ebenso schwarze Hühner, die dunkelbraune Eier produzieren.

Vielleicht ist der Grund, dass die Hühner bei Heidemarie Mogge einfach besonders glücklich sind. "Ich bin hier auf dem Hof geboren und werde hier wohl auch sterben", sagt sie. Hühner, so die ehemalige LPG-Köchin, gab es in ihrem Leben schon immer. Um die 25 Vögel scharren und picken munter auf dem hinteren Teil des Hofes, etwa 20 Eier legen sie pro Tag. Sie befinden sich in bester Gesellschaft weiterer Federtiere, die auf dem Gelände in Grenzheim leben. Da wäre zum Beispiel das Puten-Pärchen zu erwähnen. "Puten aufzuziehen, ist eine besonders mühsame Angelegenheit", weiß Heidemarie Mogge. Die Jungtiere bräuchten sehr viel Wärme und es gehe auch nicht ganz ohne Medikamente. Außerdem gibt es auch noch ein Wildenten-Pärchen. "Die brüten wohl gerade", meint die Expertin, die auch schon die Erfahrung machte, dass Wildenten es mit der Treue offenbar nicht ganz so genau nehmen. "Wir hatten hier schon mal einen Erpel, der mit einer fremden Wildente loszog. Er kehrte dann aber zu seiner Partnerin zurück."

Die bunten Eier vom Grenzheimer Hof sind inzwischen bis nach Hamburg bekannt. "Meine Enkeltochter arbeitet dort und nimmt immer frische Eier mit. Die Hamburger sind ganz wild darauf", berichtet Heidemarie Mogge mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. Sowohl die Eier als letztendlich auch die Tiere werden fast ausschließlich für den Eigenbedarf verwertet. Bis hin zu den Federn. Die Grenzheimerin stopft z. B. selbst Kopfkissen mit Entendaunen. Eine bessere Schlafunterlage, so Mogge, gebe es wirklich nicht.

Wenn man der sympathischen Frau jetzt unterstellt, dass sie ausschließlich das Federvieh liebt, dann hätte man weit gefehlt. Wie es sich für einen richtigen Bauernhof gehört, gibt es natürlich auch Hunde und Katzen. "Kaninchen hatten wir früher ebenfalls", sagt sie. Und auch ein Rehkitz wurde auf dem Hof bereits aufgepäppelt. Tierliebe - grenzenlos.

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