Bundesstraße 189: Knackpunkt Panke

Von der künftigen neuen Straße sieht man derzeit nur den abgesteckten Trassenverlauf, auf dem die Bodendenkmalpflege aktiv ist.Birgit Hamann
Von der künftigen neuen Straße sieht man derzeit nur den abgesteckten Trassenverlauf, auf dem die Bodendenkmalpflege aktiv ist.Birgit Hamann

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22. November 2012, 07:45 Uhr

Gross Pankow | Neben dem B 189-Abschnitt zwischen Pritzwalk und Kuhbier sowie der Ortsdurchfahrt Kuhbier nervt Kraftfahrer auch das dritte - wenngleich nicht ganz so prominente - Nadelöhr auf der Strecke: die B 189 in Groß Pankow selbst sowie das Stückchen Richtung Retzin, an das sich der neu gebaute Abschnitt anschließt. Die Planfeststellungsunterlagen für das Projekt lagen bereits vom 26. Oktober bis 25. November 2010 aus. Sichtbar getan hat sich seitdem nichts. Den Grund erklärt Lothar Wiegand, Sprecher des Potsdamer Infrastrukturministeriums: "In diesem Bereich soll der Fluss Panke umverlegt werden. Aufgrund der Stellungnahmen war es erforderlich, das Vorhaben aufwändig umzuplanen." Im Anschluss seien dann nur noch die Träger öffentlicher Belange und Eigentümer informiert worden, die direkt von diesem Aspekt betroffen sind. "Sie haben nicht erneut widersprochen", sagt Wiegand, womit der Weg fürs weitere Verfahren frei ist. Der Anhörungsbericht des Landesamtes für Bauen und Verkehr sei in Arbeit. Das Infrastrukturministerium könnte 2013 die Baugenehmigung erteilen. Lothar Wiegand wollte sich aber weder auf einen Zeitplan für das weitere Procedere noch auf einen Termin für den Baustart festlegen. Unterdessen laufen die vorbereitenden Arbeiten: Die künftige Trasse für die Bundesstraße ist abgesteckt. Dort begannen denkmalpflegerische Bodenuntersuchungen. Die Gemeinde Groß Pankow, so Bauamtsleiter Halldor Lugowski, sei gerüstet für die Kofinanzierung der begleitenden Arbeiten an der L 103. Sie führt ab der Bahndamm-Kreuzung Richtung Wolfshagen. "Wir beteiligen uns an Regenwasserkanal, Gehweg und Grünanlagen sowie gemeinsam mit den Anliegern an den Grundstücksauffahrten", so Lugowski gestern gegenüber dem "Prignitzer". Dafür seien 80 000 Euro in den Etat 2013 eingestellt.

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