zur Navigation springen

Veränderungen bei „Perleberg hilft“ : Bürgerinitiative stellt sich neu auf

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Neben einem Führungswechsel werden auch andere Arbeitsschwerpunkte gesetzt.

svz.de von
erstellt am 22.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Mit Jahresbeginn gab es bei der Bürgerinitiative „Perleberg hilft“ einige Veränderungen. Elisabeth Pietsch und Ingrid Schindler, die bisher an der Spitze der Initiative standen, haben die Hauptverantwortung abgegeben. Gegenwärtig hat Christa Bracklow diese Aufgabe kommissarisch übernommen.

Veränderungen gibt es ebenfalls in den Arbeitsschwerpunkten von „Perleberg hilft“.

Da das Interesse für die Deutschkurse nachließ und es inzwischen zahlreiche Angebote von Bildungsträgern gibt, setzt man bei der Sprachvermittlung auf die laufenden Projekte an der Geschwister-Scholl-Grundschule, an einer Kita sowie beim berufsbezogenen Deutsch für Auszubildende bzw. Berufspraktikanten. Hier sei Unterstützung immer wichtig und notwendig, so Christa Bracklow. Nach wie vor gibt es in der Reetzer Straße, auf dem Gelände des CJD, die Fahrradwerkstatt, wo die Flüchtlinge unter Anleitung ihre Drahtesel selbst reparieren können. In Vorbereitung ist eine monatliche Beratung. Ebenso will man sich künftig der Alltagsbegleitung widmen. „Die Stadt Perleberg plant ein offenes Wohnzimmer“, so Christa Bracklow. „Hier planen wir, uns mit unseren Angeboten einzubringen.“

Zehn bis zwölf Ehrenamtler kümmern sich in der Rolandstadt um die Flüchtlinge. Für die Arbeit der Initiative wünscht sich Christa Bracklow Fortbildungsveranstaltungen, um mehr Hintergrundwissen zu erlangen. „Es wäre gut zu wissen, wo die Hauptamtlichen in der Pflicht sind, und wo wir uns noch einbringen könnten.“

Auf alle Fälle werde man mit dem Verein EvaMigra im Gespräch bleiben und mit der Meyenburger Hilfsinitiative in Erfahrungsaustausch treten. Gegründet hat sich die Perleberger Bürgerinitiative 2015, als die vielen Flüchtlinge nach Deutschland – und so auch in die Prignitz – kamen. Gegenwärtig leben 349 Asylsuchende in Perleberg, die sich im laufenden Asylverfahren befinden. Hinzu kommen 31 ausreisepflichtige ausländische Personen mit einer Duldung sowie 137 Personen, die inzwischen einen elektronischen Aufenthaltstitel erhalten haben. Insgesamt sind das 517 Personen aus 31 Ländern, was einen Bevölkerungsanteil von 3,9 Prozent ausmacht. Die meisten kommen aus Syrien (164), Afghanistan (120) und der Russischen Föderation (83).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen