A 14-Trasse : Bürgerinitiative klärt auf

Die dicke rote Linie markiert die mögliche Trasse zwischen Hauptdorf und Siedlung.
Die dicke rote Linie markiert die mögliche Trasse zwischen Hauptdorf und Siedlung.

Großes Plakat soll über möglichen Verlauf und Belastung der Bürger informieren

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12. März 2014, 22:00 Uhr

Während bei Karstädt der Autobahnbau nur so brummt, wissen Bentwischer und Lindenberger noch nicht einmal, wo genau die schnelle Piste bei ihnen verlaufen wird. Bürger vor allem aus Bentwisch haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen, um eine mögliche Autobahntrasse zwischen Hauptdorf und Gartensiedlung zu verhindern. „Welche Dimensionen die Autobahn hat, kann man erst richtig ermessen, wenn man Baustellen wie die bei Karstädt erlebt“, so ein Mitglied der BI, das namentlich aber nicht genannt sein möchte. Die Bürgerinitiative ist in den letzten Wochen und Monaten kaum in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten, hat aber, wie deren Mitglied Horst Stary sagt, trotzdem intensiv gewirkt.

Die ursprünglich vorgesehene A 14-Trasse, die im Bogen um die beiden Wittenberger Ortsteile führen sollte, gilt seit längerem aus naturschutzrechtlichen Gründen kaum noch als machbar. Seit dem Sommer vergangenen Jahres sucht das Potsdamer Infrastrukturministerium, der laut Planern östlich der bisher vorgesehenen Trasse verlaufen soll, um einen geschützten Naturraum nicht zu zerschneiden.

„Wir wollen nicht zu lassen, dass direkt an unseren Terrassen die Autos auf der A 14 vorbei fahren“, so hatte es der BI-Vorsitzende Dr. Jürgen Schimko bei einer Zusammenkunft der Initiative im Dezember formuliert. Um Bentwischern und Lindenbergern vor Augen zu führen, wer wie von der Trasse zwischen Hauptdorf und Siedlung betroffen sein würde, will die Initiative die nebenstehende Karte auf einer großen Tafel gut sichtbar aufstellen. „Jeder soll sich genau informieren können“, so BI-Mitglied Horst Stary.

Nach Recherchen des „Prignitzers“ soll es sich bei der Karte um ein offizielles Planungsdokument handeln. Wenn das stimmt, zeigt sich, wie berechtigt die Sorgen von Bentwischern und Lindenbergern sind, dass sie künftig unmittelbar neben der A 14 wohnen.

Gegenüber dem „Prignitzer“ kündigte die Bürgerinitiative an, dass die jetzt aus ihrer Mitte heraus gegründeten Arbeitsgruppen „einzelne Punkte in den Bewertungskriterien für die ursprüngliche Trasse überprüft und versucht, Widersprüche zu klären. So soll ein Gutachten zur Vogelpopulation, das mit ausschlaggebend war für das Verwerfen der ursprünglichen Planung, bereits über zehn Jahre alt sein. Einen Widerspruch meint die BI auch in Bezug auf das Trinkwasserschutzgebiet entdeckt zu haben.

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