Bürgerbeteiligung gefordert

<strong>Seddiner kämpfen</strong> um den Erhalt der Bäume am Eingang zum Königsgrab. <foto>Torsten Grober</foto>
Seddiner kämpfen um den Erhalt der Bäume am Eingang zum Königsgrab. Torsten Grober

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14. März 2013, 10:17 Uhr

Seddin | Am 26. März gibt es die nächste gemeinsame Sitzung zur weiteren archäologischen und touristischen Gestaltung des Königsgrabes von Seddin, ausdrücklich unter Teilnahme von Vertretern des Kulturvereins Stepenitztal sowie des Seddiner Ortsbeirats. Das betonte Groß Pankows Bauamtsleiter Halldor Lugowski in der jüngsten Gemeindevertretersitzung.

Hintergrund dieser Sitzung: Am 7. März hatte die Gemeindeverwaltung bestätigt bekommen, dass alle Unterlagen für den Fördermittelantrag nun vollständig und zur Bewilligung nach Potsdam weitergereicht worden seien. Wenn sie bewilligt werden, dann sollen in diesem Jahr für 72 035 Euro - knapp 26 635 Euro trägt die Gemeinde als Eigenanteil - ein Rundweg unmittelbar im Bereich des Grabhügels angelegt, teilweise die Feuergrubenreihe sichtbar gemacht, Informationstafeln und Hinweisschilder aufgestellt werden. Auch ein Audiosystem soll installiert werden, mittels dessen Besucher in die Bronzezeit versetzt werden. Zudem will man Sitzmöglichkeiten aufstellen. Ebenso zu diesem Maßnahmeplan gehört der teilweise Freischnitt des Grabhügels.

Gerade darüber hatten sich aber die Gemüter erregt. In einem offenen Brief von Gunther Nagel aus Seddin heißt es unter anderem: "Der Widerstand, der sich an einer bereits versuchsweise in die Wege geleiteten, im Ausmaß an den Absprachen der Steuerungsgruppe völlig vorbeigehenden Abholzung entzündet hat, mag für manchen vielleicht als nicht besonders ernst zu nehmende ästhetische Bedenken zugereister Künstler abgetan werden, aber eines sollte doch jedem am Tourismus Interessierten klar sein: Es sind dieselben ästhetischen Bedenken, die einen Touristen davon abhalten werden, ein aus ästhetischer Sorglosigkeit verunstaltetes, seines gewachsenen Zaubers beraubten Archäologie-Denkmal ein zweites Mal zu besuchen. … Darum ist die Beteiligung der Bürger von Seddin und des in besonderer Weise mit dem Königsgrab verbundenen Kulturvereins Stepenitztal auch nicht als Störung und Verhinderung zu verstehen, sondern als notwendige Ergänzung."

Genau diese Ergänzung wolle man auch, betont Lugowski. Man habe in den vergangenen Wochen ohne große Beteiligung lediglich die Fördermittelanträge vorbereitet bzw. die Nachreichungen dafür. Am 26. März werde es aber gemeinsam beispielsweise um die Materialien für den Wegebau gehen.

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