Bürger übernehmen Bauausschuss

Ausschussvorsitzende ließ Bewohner in der Sitzung uneingeschränkt zum Thema Bauschuttdeponie mitdiskutieren

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13. Juni 2017, 09:43 Uhr

Windkraft und die geplante Deponie in Luggendorf bestimmten am Montagabend das Geschehen im Bauausschuss.

„Für den Windpark Klein Woltersdorf“, informierte Guido Schwingen vom Planungskontor Stadt und Land, „wurden Korrekturen am Planungsziel vorgenommen.“ Demnach wurde die nördlich Fläche auf Grund der Regionalplanung aus dem laufenden Verfahren entfernt, um es später gesondert zu behandeln. Außerdem erfolgt die Erschließung des Windparkes vom Norden über die Gemeindeverbindungsstraße. So wird diese Vorlage sowie der Aufstellungsbeschluss für den Teil-Flächennutzungsplan Boddin-Langnow einstimmig in die Gemeindevertretung verwiesen. Als die Planungen für die Deponie Luggendorf besprochen wurden, ließ die Vorsitzende des Bauausschusses, Renate Groenewegen-Rauter, die anwesenden Bürger mitdiskutieren, so dass innerhalb kurzer Zeit der Bauausschuss zur Einwohnerversammlung wurde. Bauamtsleiter Halldor Lugowski verwies darauf, dass sich die Gemeindevertretung entscheiden müsse, ob sie die Bauleitplanung begleite, in dem sie die entsprechenden Flächennutzungspläne ändere bzw. einen entsprechenden Bebauungsplan aufstelle oder „ob das Planfeststellungsverfahren an uns vorbei läuft“. „Und dieser Beschluss soll am 28. Juni gefasst werden.“ Dem widersprach Caroline von Wolff als Sprecherin der Initiative „Schutz statt Schutt“, die darauf verwies, dass die Gemeindemeinung nur ein Haken bei „Ja“ oder „Nein“ im Verfahren sei. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch zwischen Bürgern, Verwaltung und Abgeordneten. „Wir als Gemeinde haben über die Bauleitplanung die Möglichkeit, uns einzubringen“, so Halldor Lugowski immer wieder. Und Bürgermeister Marco Radloff ergänzte: „Gerade in der Vergangenheit hat unsere Planung geholfen, das Bestmögliche zu erreichen.“ Die aufgebrachten Bürger fühlten sich von den Abgeordneten nicht vertreten, worauf Peter Schröder meinte: „Gut, dann stimmen wir dagegen und sehen was passiert. Aber macht uns dann keine Vorwürfe.“ Nach 90-minütiger Debatte wurden auch diese beiden Vorlagen einstimmig bestätigt.

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