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Für die kleinen Ärgernisse in Perleberg : Bürger mit direktem Draht zur Stadt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Im Mai 2016 startete Perleberg das Maerker-Portal. Seither gibt es 53 Einträge.

von
erstellt am 08.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Als 89. Kommune im Land startete Perleberg am 9. Mai vergangenen Jahres das Maerker-Portal. Über Maerker auf www.stadt-perleberg.de oder mobil mittels kostenloser App hat der Bürger seither faktisch den direkten Draht zur Verwaltung. Und die versichert: „Jeder Hinweis wird bearbeitet“, betonte zum Start Bürgermeisterin Annett Jura.

„Unser Serviceversprechen halten wir“, unterstreicht die Bürgermeisterin mit Blick auf die vergangenen Monate. 53 Meldungen sind seither eingegangen, sprich der große Ansturm ist ausgeblieben. Auch in der Verwaltung gab es anfangs Skeptiker, die befürchteten, dass man sich nur noch mit der Abarbeitung von eingegangenen Hinweisen beschäftigen müsse, räumt die Bürgermeisterin offen ein. Dem sei nicht so, das zeige die Praxis.

Ob gefährliches Schlagloch, Gehwegplatten, die auf dem Bürgersteig zur Stolperfalle werden, überquellende Container, wilde Müllhalden oder Straßenlampen, die ihren Dienst quittiert haben – sprich die kleinen Ärgernisse des Alltags, die Frust aufkommen und sich zumeist schnell aus der Welt schaffen lassen, kann man hier kundtun. Denn verändert werden kann nur, was auch bekannt ist. „Genau das war und ist unser Anliegen, derartige Probleme schnellstmöglich zu beheben und so für noch mehr Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit zu sorgen“, unterstreicht die Bürgermeisterin. „Dazu muss man sich bei uns nicht an die Öffnungs- und Sprechzeiten der Verwaltung halten.“ Mit der genauen Ortsangabe, einer kurzen Beschreibung des Missstandes und möglicherweise einem Foto kann man zu jeder Zeit über den Maerker auf der Webseite der Stadt oder mobil mittels kostenloser App für Android, iOS und Windows Phone sein Anliegen sich von der Seele texten. Und das auch bequem von unterwegs. Unter Beachtung des Datenschutzes wird das Anliegen dann im Maerker-Portal auch veröffentlicht.

Die Offerte ist aufgegangen. Insbesondere waren es Stolperfallen auf Wegen, Schäden auf Fahrbahnen und Straßenlampen, die nicht funktionierten, die hier als Nachricht per Mausklick an die Verwaltung gesandt wurden. Aber auch Straßengrün, das über sich hinaus gewachsen war und schon den Gehweg in Beschlag genommen hatte, herrenloser Müll oder aber Informationen zu Vandalismus erreichten so die Verwaltung.

Und auch dieses Ansinnen. Eine Meldung beklagte, dass es vor dem Gymnasium keine Parkmöglichkeiten für die Schüler gebe, man doch dafür sorge möge. „Wir werden bestimmt keinen Schülerparkplatz vor dem Gymnasium einrichten“, so die Bürgermeisterin schmunzelnd und verweist auf den Parkplatz in der Sophienstraße, wenn Bedarf bestehe. Auch die Irritation, dass in einem Straßenzug jede zweite Lampe aus sei, ließ sich schnell aufklären. „Das ist gewollt, das ist unsere Nachtschaltung.“

Die meisten Hinweise, konkret 16, gingen im Juni ein, mit jeweils elf folgen der Mai und der November. Ansonsten bewege sich ihre Zahl zwischen zwei und fünf monatlich. Alle beziehen sich auf die Stadt, keiner auf die Ortsteile. „Hier sind es augenscheinlich die Ortsvorsteher, die die Anliegen weitergeben“, mutmaßt die Bürgermeisterin.

Ein Ampelsystem signalisiert, wie weit die Sache dann gediehen ist. Rot: Hinweis ist angekommen. Gelb: Angelegenheit ist in Bearbeitung. Grün: Alles erledigt. Und jeder, der eine E-Mail-Adresse hinterlässt, erhält direkt eine Antwort bzw. wird über Veränderungen informiert.

39 Hinweise sind derweil erledigt, sprich die virtuelle Ampel zeigt grün. Sieben sind in Arbeit (gelb), zwei in der abschließenden Bearbeitung (grün/gelb). Sofern die Stadt nicht in der Verantwortung steht, wird der Hinweis an den zuständigen Ansprechpartner innerhalb von drei Arbeitstagen weitergeleitet. „Auch das ist unser Serviceversprechen“, so die Bürgermeisterin.

 

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