Adventszeit in der Prignitz : Budenzauber und Weihnachtslieder

Musik zur Weihnachtszeit in der Kirche Groß Lüben. Die Musikschulkinder bereiteten damit viel Freude. Der Adventsmarkt in Groß Lüben gehört zu den kleinen und gemütlichen in der Prignitz.  Fotos:  Barbara Haak, (3), Lisa Kleinpeter (2)
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Musik zur Weihnachtszeit in der Kirche Groß Lüben. Die Musikschulkinder bereiteten damit viel Freude. Der Adventsmarkt in Groß Lüben gehört zu den kleinen und gemütlichen in der Prignitz. Fotos: Barbara Haak, (3), Lisa Kleinpeter (2)

Groß Lüben, Blüthen und Cumlosen haben am Wochenende zu Adventsmärkten eingeladen. In Bentwisch sorgte die Tanzgruppe für Vorfreude

svz.de von
02. Dezember 2013, 12:48 Uhr

Adventszeit in der Prignitz: Das ist auch die Zeit der Märkte mit Bratwurst vom Grill und heißem Glühwein, mit Kerzenschein und weihnachtlichen Klänge. Und natürlich schaut hier und da auch schon mal der Weihnachtsmann vorbei. Schließlich muss er ja wissen, ob die Kinder lieb und artig sind.


Groß Lüben


Seine helle Freude hätte der Rauschebart auf jeden Fall in Groß Lüben an den Mädchen und Jungen der Musikschule Fröhlich gehabt. Vor einem festlich geschmückten Baum in der Kirche spielen die Kinder vorweihnachtliche Weisen. Zahlreiche Besucher des kleinen Weihnachtsmarktes in und an der Kirche nehmen sich Zeit, genießen das Konzert. „Ein Fest wie dieses fördert die Gemeinschaft im Dorf“, sagt Hans Reichert. Er steht dem Förderverein Kirchturm Groß Lüben vor. Der Verein und die Kirchengemeinde haben den Adventsmarkt organisiert. Auch wenn das Gotteshaus vor gut einem Jahr seinen Turm in ursprünglicher Form zurück erhalten konnte, sammelt der Förderverein weiter Geld. „Wir haben noch den Baukredit abzuzahlen“, so Reichert. Der Erlös des Adventsbasars kommt dem Turm zu Gute.


Blüthen


Heike Jorzik aus Dallmin hat in Blüthen auf dem Weihnachtmarkt ihr Traumstück gefunden: Eine große hölzerne Pyramide zum Hängen. „Ich finde sie auch toll“, sagt Tochter Hannah. Überhaupt sei die Adventszeit etwas sehr Schönes, so die Dreizehnjährige. Horst Weimüller aus Frehne hat die Pyramide gefertigt. „Alles Handarbeit“, sagt der Maurer, der jetzt als Rentner gern mit Holz werkelt. Davon zeugen auch seine gedrechselten Schneemänner, für die sich so mancher interessiert. An die 40 Händler, darunter auch Kunsthandwerker, haben ihre Stände aufgeschlagen. „Wir sind sehr zufrieden – mit dem Angebot wie auch mit dem Zuspruch der Besucher“, sagt Doreen Lüdemann. Sie ist bei der Gemeinde Karstädt jetzt die Marktverantwortliche. Ihre Vorgängerin Andrea Brüning ist zwar im Ruhestand, aber trotzdem auf dem Markt zu finden. Sie gehört zu den Prignitzer Landfrauen. Und die sorgen für den frischen Blechkuchen. Der ist so begehrt, sagt Jutta Eichler, die seit Jahren freiwillige das Kuchenbüfett mitbetreut, „dass wir mit dem Backen kaum hinterher kommen“.


Bentwisch


Weniger besinnlich, dafür frech und fröhlich stimmen die Kinder des Bentwischer Tanzclubs auf Weihnachten ein. Bei Mambo, Chachacha und Jive zeigen sie in der „Alten Schule“ ihr Können. „Die Aufführung ist sehr schön. Es sind viele neue Tänze dabei“, lobt auch die Wittenbergerin Brigitte Marschke die Mädchen und Jungen. Schließlich gibt es viel Applaus. Doch damit ist der gemütliche Nachmittag noch nicht vorbei. Der Bentwischer Frauenclub hat leckeren Kuchen gebacken. Gemeinsam wird gesessen und geklönt. Wer Lust hat, wirft außerdem einen Blick in die alte Heimatstube des Gebäudes.


Cumlosen


Vor etwa 15 Jahren hatten Cumlosener erstmals die Idee, sich gemeinsam bei Glühwein und Bratwurst auf die Adventszeit einzustimmen. Inzwischen ist der Markt Tradition und für viele Prignitzer kaum noch wegzudenken. Auch dieses Jahr luden die Vereine aus dem Dorf mit Stände auf den Kirchhof ein. Die Erwachsenen wärmen sich am Glühwein, Kinder lauschten den Geschichten der Märchentante. Karl-Heinz Dobbelog hat gerade einen Adventskranz von der Frauensportgruppe erworben: „Dieser Markt ist so beliebt, weil er von Menschen vor Ort für die Menschen vor Ort gemacht ist.“

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