Weihnachtsmarktsaison beendet : Budenzauber und Mittelalterflair

Ein Magnet wieder: Der Perleberger Weihnachtsmarkt.
1 von 2
Ein Magnet wieder: Der Perleberger Weihnachtsmarkt.

Weihnachtsspektakel und rockende Mittelalterbands lockten Hunderte auf die Adventsmärkte in Perleberg und auf der Plattenburg

von
17. Dezember 2017, 21:00 Uhr

Der Weihnachtsmarkt der Rolandstadt gilt als einer der schönsten in der Region. „Das stimmt“, bestätigen Marita Degner und ihr Mann. Sie kommen aus Wittenberge und besuchen seit Jahren das weihnachtliche Treiben auf dem Großen Markt. „Früher mit den Kindern, inzwischen schon mit den Enkeln“, fügt die Wittenbergerin an. Martin Baier ist Perleberger und schwört natürlich auf den Weihnachtsmarkt in seiner Stadt. „Wir waren aber auch auf anderen. Unser ist und bleibt der schönste.“ Insbesondere für den Nachwuchs sei in diesem Jahr viel dabei, fügt Emma Winter aus Grabow an und deutet auf die Karussells und das weihnachtliche Spektakel auf der Bühne, wo der verwirrte Weihnachtsmann für allerhand Turbulenzen sorgt.

Bis 23 Uhr am Freitag und Sonnabend und 18 Uhr am Sonntag bestimmten Budenzauber und Rhythmus das Geschehen um den großen Weihnachtsbaum. „Super Stimmung, nette Leute, ich bin sehr zufrieden“, so Theo Dierks, der auch wieder seinen Stand auf dem Weihnachtsmarkt hatte.

Marktbetreiber Bernd Gel-lesch allerdings hat schon den Weihnachtsmarkt 2018 im Blick. Für ihn dann ein Geht-gar-nicht: Papp- oder Plastebecher. „Wer fortan seinen Glühwein oder dergleichen anbietet, dann nur noch aus Tassen. Das ist Bedingung.“ Er werde für eine mobile Spülmaschine sorgen und denkt dabei an einen Bauwagen, der entsprechend hergerichtet und ausgestattet werde. Stichwort Wagen bzw. mobile Stände. Kleine Hütten sollten jene ablösen. „Sie passen einfach besser in das Bild eines Weihnachtsmarktes“, fügt Bernd Gellesch an. Mit der JVA Cottbus will er dazu Verbindungen aufnehmen. Auch in diesem Jahr haben Insassen beispielsweise aus Paletten die durchaus dekorative Bühnenverkleidung gefertigt.

Und auch die Wunschkartenaktion soll im nächsten Jahr eine Fortsetzung erfahren, sichert der Marktbetreiber zu. Überlegenswert hingegen sei der Zeitraum. „Die Erfahrung zeigt, es reicht, wenn der Weihnachtsmarkt einen Tag später und damit erst am Donnerstag vor dem 4. Advent öffnet.“ An den eigentlichen Öffnungszeiten solle sich aber nichts ändern. Hingegen hegt Gellesch Ambitionen, künftig auch die Bäckerstraße und den Schuhmarkt direkt mit zu integrieren. Schnellstmöglich wolle er mit den Gewerbetreibenden und der Stadt dahingehend ins Gespräch kommen.

Handwerk auf der Plattenburg

Während sich auf anderen Märkten eine Glühweinschenke an die nächste reihte, verzauberten auf der mittelalterlichen Plattenburg Handwerk und Kunsthandwerk die Besucher. Wurst vom Fleischer Hildebrandt aus Kletzke, Kuchen aus Krampfer, Marmeladen, Sirup, schlafende Steine, Selbstgemachtes aus Wolle oder aus Ton: Etwa 30 Stände offerierten weihnachtliche und winterliche Angebote. Und dazu rockten die Mittelalterbands mit Tänzerinnen auf der Oberburg und in der Kapelle zeigte Fakir Ingsen van Knudsen seine Feuer-, Glas- und Klingenresistenz. „Ich sehe viele bekannte Gesichter und freue mich, dass der Weihnachtsmarkt hier auf der Plattenburg so gut angenommen wird“, so der aus Neuruppin stammende Künstler. Die Atmosphäre der alten Gemäuer und knisternden Kamine ist eben eine ganz besondere.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen