Wittenberge : Buddeln für das 40 Millionen-Ding

Gemeinsames Spatenschwingen: Landrat Torsten Uhe, Bürgermeister Dr. Oliver Hermann, Minister Albrecht Gerber, Dr. Volker Bechtloff und Andreas Rönpagel (v. l.).
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Gemeinsames Spatenschwingen: Landrat Torsten Uhe, Bürgermeister Dr. Oliver Hermann, Minister Albrecht Gerber, Dr. Volker Bechtloff und Andreas Rönpagel (v. l.).

Stadt, Kreis und Land haben der MV Pipe Technologies den Weg für die Neuansiedlung an der B 189 geebnet / Gestern Spatenstich

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31. Juli 2015, 08:00 Uhr

Raupen schieben Erdmassen zusammen. Bagger fressen sich durch die Grasnarbe, heben Gelände aus. Die MV Pipe Technologies GmbH aus Bad Oldesloe hat mit dem Bauen im Industrie- und Gewerbegebiet an der B 189 begonnen. „Wir haben noch nie ein so großes Werk gebaut. Wir werden hier in Wittenberge die modernste Art von Schweißtechnik anwenden und ein ganz neues Beschichtungsverfahren für unsere Rohre anwenden. Und wir werden unsere Kapazitäten deutlich erweitern“, charakterisiert der stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung aus der Minimax Viking Gruppe, Dr. Volker Bechtloff, die Produktionsstätte, die in Wittenberge entsteht. Er beziffert die Gesamtinvestition mit rund 40 Millionen Euro. Das Land fördert die Ansiedlung zu 30 Prozent.

Dr. Bechtloff schwang gestern wie auch MV Pipe Technologies-Geschäftsführer Andreas Rönpagel gemeinsam mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Abrecht Gerber, dem Prignitzer Landrat Torsten Uhe und Bürgermeister Dr. Oliver Hermann den Spaten zum Auftakt der Investition in Wittenberge.

Es war nicht von Anfang an klar, dass die MV Pipe Technologies GmbH, die zur Minimax Viking Unternehmensgruppe gehört, nach Wittenberge kommt. Die Firmenchefs aus Bad Oldesloe hatten viele Standorte zur Auswahl, entschieden sich für das hiesige Angebot. „Es zahlt sich aus, dass vor Ort ein unternehmensfreundliches Klima herrscht, dass die Verwaltung Unternehmer auch in komplizierten Situationen kompetent und erfolgsorientiert begleitet“, sagte gestern dazu Bürgermeister Dr. Oliver Hermann.

Ebenso erfolgreich agierten Kommune, Landkreis und Land gemeinsam bereits 2012/13 bei der Ansiedlung des österreichischen Unternehmens Austrotherm.

„Wir haben hier im Industrie- und Gewerbegebiet in den letzten sieben Jahren sechs neue Ansiedlungen und eine Erweiterung zu verzeichnen“, so das Stadtoberhaupt. Damit seien bei einer Investitionssumme von rund 100 Millionen Euro unter dem Strich rund 200 Arbeitsplätze entstanden. Mit der MV Pipe Technologies GmbH erhöht sich die Zahl erst einmal auf bis zu 70 weitere. Wichtig war Landrat Torsten Uhe in diesem Zusammenhang gestern die Feststellung, dass das neue Unternehmen Ausbildungsmöglichkeiten biete. Das zeige, „dass junge Leute hier in der Prignitz eine Perspektive haben“. „In allen Fragen zu Förderungen der Investition und baulichen Antragsstellung haben wir als Landkreis gemeinsam mit der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz GmbH die Unternehmensansiedlung begleitet“, unterstrich Uhe und damit auch den Beleg dafür erbracht, „dass die Prignitz ein Wirtschaftsstandort ist“.

Dr. Volker Bechtloff reagierte mit der Bemerkung: „Wir haben feststellen können, wie gut es Unternehmen hier in Brandenburg und in Wittenberge haben.“ Zuvor hatte bereits Wirtschaftsminister Albrecht Gerber der Region attestiert, hier wüssten die Menschen Industriearbeitsplätze noch zu schätzen.


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