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Brutwillige Krähen zieht es wieder in den Krankenhauspark

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erstellt am 11.Apr.2013 | 07:31 Uhr

Wittenberge | Zahlreiche der in Wittenberge ungeliebten, aber vom Gesetzgeber sehr streng geschützten Saatkrähen sind - wie auch die anderen Krähenarten - nach dem langen Winter im Eiltempo dabei, Nester in allen ihnen geeignet erscheinenden Bäumen zu bauen, um mit dem Brutgeschäft beginnen zu können.

Im Gegensatz zu den Vorjahren ist in diesem Jahr bei der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises nur ein Antrag zur Gestattung von Vergrämungsmaßnahmen zum Verhindern dieses Brutgeschäftes eingegangen, teilte die Behörde auf Anfrage mit. Die Arbeiterwohlfahrt Prignitz habe einen solchen Antrag für den kleinen Krankenhauspark zwischen dem Awo-Pflegezentrum Stein-Hardenberg-Straße und dem medizinischen Zentrum in der Perleberger Straße gestellt.

Die untere Naturschutzbehörde hat dem Antrag stattgegeben, so war gestern von der Pressesprecherin des Landkreises, Christel Spenn, zu erfahren. Genehmigt ist bzw. war, bis zum 15. März von den dortigen Bäume Altnester zu entfernen. Außerdem gestattete die Naturschutzbehörde, bis zum 5. April neu angelegte Nester, wenn kein Gelege und keine Brutaktivitäten zu erkennen sind, zu zerstören. Das ist, so war gestern zu erfahren, auch geschehen. Die Krähen scheint das aber letztlich nicht von ihren Nistabsichten abzuhalten. Die Vögel sind, wie man beobachten kann, mit Eifer dabei, in den Wipfeln im Park die Wohnungen für ihren künftigen Nachwuchs zu bauen.

Die jetzt entstehenden Nester dürfen nicht mehr entfernt bzw. zerstört werden. Gestattet hat die untere Naturschutzbehörde der Awo aber noch bis zum 15. April, also bis Montag, die nistwilligen Krähen mit akustischen oder optischen Mitteln am Brutgeschäft zu hindern, es sei denn, die Tiere haben damit bereits begonnen. Dann ist der Eingriff des Menschen streng verboten, sagt das Gesetz.

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