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Hagenbrücke soll ein Jahr dicht sein : Brücken-Bau: Mehr Tempo

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bürger fordern schnellstmögliche Sanierung und Wiedereröffnung der Stepenitzquerung im Hagen

svz.de von
erstellt am 25.Feb.2015 | 08:00 Uhr

„Auch wir wollen eine schnelle Lösung“, machte Bürgermeister Fred Fischer vor kurzem im Stadtparlament bezüglich der Sanierung der Hagenbrücke deutlich. Zuvor hatten Bürger die Einwohnerfragestunde genutzt, um hinsichtlich des Beginns und des Fortgangs der Arbeiten Druck zu machen. Eine Initiative übergab 400 Unterschriften von Anwohnern. Aber auch für viele andere Perleberger sowie Gäste der Stadt, die vom Wohnsitz her nicht mit dem Hagen und der Brücke in räumlichem Zusammenhang stehen, ist die Querung wichtig, kürzt Wege erheblich ab.

Dass die Hagenbrücke das ganze Jahr gesperrt bleiben soll (wir berichteten ausführlich am 21. Januar), damit wollen sich viele nicht abfinden. Die Bürger fordern, dass die notwendige Sanierung schneller vonstatten geht als geplant. Weil Sicherheit und Tragfähigkeit des Bauwerks nicht mehr gegeben sind, hatte die Stadt es gesperrt. Auch vor der erforderlichen Sanierung seien aber Alternativen möglich, so Bernd Grahl und Manon Dieckmann, Mitinitiatoren der Unterschriftenaktion. Ihrer Ansicht nach könnte die Brücke zumindest für Fußgänger freigegeben werden, oder man errichtet für jene eine Behelfsbrücke.

Das Verursacherprinzip, so Liane Schulz, stellvertretende Bauamtsleiterin, in der Stadtverordnetenversammlung, käme bei den anstehenden Arbeiten nicht zum Tragen. Eine Anwohnerin hatte moniert, dass die Nutzung durch Radfahrer und Fußgänger wohl nicht zum schlechten Zustand der Brücke beitrug. Das Bauwerk sei für Fahrzeuge bis fünf Tonnen zugelassen gewesen, entgegnete Schulz. Und sie wies auch darauf hin, dass es sich hier um ein Gewässer erster Ordnung handele, an eine Verrohrung also nicht zu denken sei. Das Landesumweltamt hatte die Brücke nach dem großen Hochwasser 1993 – auf städtischem Grund – errichten lassen, als der Hagengraben geöffnet wurde. Bis dahin war die Stepenitz hier, wie heute im unteren Teil des Hagens in Höhe des Spielplatzes, verrohrt.

Gespräche zwischen Stadt und Landesumweltamt hätten bisher noch keine Einigung dahingehend gebracht, wem die Brücke gehört, wer die Kosten für die Sanierung trägt. Die Abgeordneten müssen entscheiden, welchen Weg die Stadt gehen soll.  

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